Geschichte(n) eines Schreiberlings – Hintergrundinformationen Teil 1

Da es nicht nur um die Fantasie gehen soll, darf natürlich ein wenig geschichtliches Wissen nicht fehlen. In der kleinen Geschichte um Zofias Umstellung, ging es um die Anfänge der Schreibmaschine. Zumindest um die persönlichen Anfänge der guten Frau. Außerdem erwähnte ich meine Erfahrungen mit Computern und deren Weiterentwicklung.

Ich möchte hier niemanden mit Daten erschlagen, deshalb versuche ich mich kurzzufassen und nur einen knappen Überblick zu geben. Ich lege es also weniger auf genaue Jahrgänge und einzelne Modelle o.ä. an, als auf den Zusammenhang des Ganzen.

Obwohl es schon im frühen 18. Jahrhundert erste Patente für Schreibgeräte gab, entwickelte sich „die“ Schreibmaschine (zuvor gab es lediglich Versuche Blinden das Schreiben mittels Tasten zu ermöglichen) erst im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert (1902 gab es bereits eine elektrische Schreibmaschine, auch wenn später viele mechanische Modelle hergestellt wurden). Anfangs gab es Modelle, bei denen der Fuß ein Pedal bedienen musste und es brauchte sehr viel Kraft, um die Buchstaben zu drücken. Auch waren sie natürlich größer, schwerer und vermutlich auch lauter als spätere Schreibmaschinen (besagte Displayschreibmaschine, die ich früher nutzte, hatte relativ leichte Tasten, kaum schwerer zu drücken als bei älteren PC-Tastaturen und auch das Aufdrucken der Buchstaben war recht leicht, im Vergleich zu anderen Schreibmaschinen, die ich kenne).

Zu Zeiten des zweiten Weltkriegs gab es bereits Reiseschreibmaschinen, die wesentlich kompakter waren. (Größere Modelle konnten auch einen kleinen Tisch für sich beanspruchen.) Man konnte sie – entsprechend ihres Namens – in einem Köfferchen mitnehmen.

Während des Krieges gab es, verständlicherweise, keine großen Weiterentwicklungen. In der Nachkriegszeit fing man wieder an zu tüfteln und je mehr Elektronik man einbaute, desto einfacher wurde das Ganze. Später gab es dann Schreibmaschinen mit Display.

Der Triumphzug der Schreibmaschine endete mit der Weiterentwicklung von Computern.

Ein wenig Nostalgie muss ich nun doch noch einbringen. Zwar kenne ich es nicht längere Zeit auf alten, schwergehenden Schreibmaschinen zu schreiben (und die Frau Stadelmann hat ja bereits angemerkt, dass es meist gar nicht so angenehm war), doch die elektrische Displayschreibmaschine war eine tolle Sache. Als sie auf dem Schrott landete, war ich doch recht enttäuscht. Aber sie war überholt und ging nicht mehr richtig. Außerdem gehörte sie mir ja nicht. Dennoch würde ich manchmal zu gern wieder darauf schreiben. Es war tatsächlich ein ganz anderes Gefühl, als am Computer. Ich fand es als Kind auch wahnsinnig toll, dass man auf den Farbbändern noch die Buchstaben erkennen konnte, die man getippt hat. Seltsam, an was man sich manchmal erinnert…

Im Zusammenhang mit der Entstehung des Computers muss ich mich an eine Ausstellung erinnern, die es in der Bibliothek der Fernuniversität Hagen gab. Sie war wirklich interessant und hat an dem Tag die Menge meiner ausgeliehenen Bücher reduziert – ich hatte nicht mehr genug Zeit, um sie zu suchen :D. Es ging um Konrad Zuse, der 1941 den ersten funktionsfähigen Computer (auch wenn man das Wort damals noch nicht benutzte) gebaut hat. (Das Gerät hieß „Z3“) Mehr über Konrad Zuse kann man dort erfahren: http://www.horst-zuse.homepage.t-online.de/curriculum%20vitae.html

Das Problem bei den ersten Computern war schlicht und einfach, dass sie teuer und enorm groß waren. Es war viel Arbeit sie richtig in Gang zu halten und sie wurden auch nicht in Serie produziert. Später wurden dann immer kleinere Bauteile entwickelt und nach und nach wurden Computer günstiger. Den riesigen Rechnern folgten erste Heimcomputer, natürlich nicht mit so schönen Betriebssystemen versehen, wie wir sie heute kennen. Das war in den 1970er Jahren. Kurz darauf folgten dann Computer mit Tastaturen. Zum Schreiben nutzte man zu dieser Zeit natürlich noch die Schreibmaschine.

Dann traten so bekannte Menschen wie Steve Jobs und Bill Gates auf den Plan. Apple und Microsoft wurden gegründet und es gab (dank Microsoft) Dos (1981) und Windows (1985).  Da ich zu den Microsoft-Anhängern gehöre und keine Apple-Produkte nutze, verweise ich an dieser Stelle mal auf die Geschichte dahinter: http://windows.microsoft.com/de-de/windows/history#T1=era0

Windows 3.0 ist übrigens das erste Windows, das ich kennen gelernt habe. Kurz darauf folgte Windows 95. Die Computer wurden immer schneller und die Programme verbesserten sich. DOS wurde immer unwichtiger und nun nutzt man es fast gar nicht mehr.

Das erste Word gab es übrigens 1983. Ich habe allerdings viele Jahre nur den Texteditor und Works gekannt. 2007 habe ich mir fürs Studium Office gekauft, einige Jahre zuvor hatte ich ein einzelnes Wordprogramm (wann das war weiß ich aber nicht mehr). Ich habe vor einiger Zeit eine Textdatei wiedergefunden, aus der Zeit als ich 14 war (also vor etwa 12 Jahren). Es war noch mit dem Editor geschrieben – und sieht auch so aus. Works war dann schon ein kleiner Fortschritt. Heute will ich mir Word nicht mehr wegdenken, es ist doch um einiges einfacher damit.

 

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4 Kommentare zu “Geschichte(n) eines Schreiberlings – Hintergrundinformationen Teil 1

  1. Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
    Und zur Abwechslung ein paar Fakten! Wisst ihr eigentlich, wie leicht wir es haben, wenn wir heute Buchstaben zu Papier bringen wollen? Lesen & merken, wer weiß, wann man es brauchen kann!

  2. Achja… die gute alte Zeit als PC’s noch regelmässig abgestürzt sind und keiner wusste warum genau. Als das aufsetzen eines PCs noch STUNDEN dauerte (Zum Vergleich Window8 hatte ich das Wochenede in 15 Minuten installiert, SSD sei dank).
    Interessanter Weise waren meine ersten wirkliche Schreibversuch auch auf einer alte, elektronischen Schreibmaschine.
    Hach.. wo ist die Zeit nur geblieben…
    Heute schreibe ich auf dem Tablet in der Sonne und Tippe wie irre drauf los.

    • kaiglaeser sagt:

      Naja, heutzutage kann das auch noch dauern… Aber als man noch DOS nutzte, musste man dafür einige Befehle kennen… Da ist es heute ja nun wirklich leichter.

      Oh meine ersten Schreibversuche waren es gar nicht – vorher (und parallel auch, wenn ich mir das Ding nicht leihen konnte) schrieb ich von Hand. Natürlich entsprechend kurze Texte, die heute nicht mehr zu gebrauchen sind – so ich denn überhaupt noch welche habe, was ich bezweifel. Ich glaube, das älteste, was ich noch habe ist ein Märchen aus der 5. (?) Klasse… (ich war noch in der Grundschule als ich meine ersten Versuche startete und zusammen mit meinem damaligen besten Freund dachte ich mir in der Betreuungsgruppe nach der Schule Geschichten aus ^^).

  3. […] Kai Glaeser und seinem Beitrag Geschichte(n) eines Schreiberlings – Hintergrundinformationen Teil 1 muss ich mich auch wieder mit etwas zum Thema schreiben befassen. Und zwar habe ich dieses Mal meine […]

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