Geschichte(n) eines Schreiberlings – Nebenpfade: Orakel

In frühen Zeiten war das Schreiben häufig mehr als nur das Erzählen von Geschichten. Schreiben war, wie bereits erwähnt, früher mit wesentlich mehr Aufwand (und meist auch wesentlich höheren Kosten) verbunden, als heutzutage. Das bedingte natürlich, dass die „geschriebenen“ Bereiche viel weiter eingegrenzt waren.

Naja, zumindest vermuten wir das heute. Je weiter man in der Geschichte zurückgeht, desto weniger wissen wir. Das bedeutet auch, dass wir eine völlig falsche Vorstellung haben könnten. Historiker arbeiten auf der Grundlage dessen, was absichtlich oder unbewusst überliefert wurde.
Absichtlich Überliefertes (z.B frühere Geschichtsschreibung, Gesetze, etc) kann ein falsches Bild liefern, weil die Menschen der Antike (oder auch späterer Zeiten) das so wollten. Unbewusst Überliefertes kann unvollständig sein, mit Glück aber auch viel Wissen bergen und in vielen verschiedenen Formen vorkommen.

Neben Gesetzen, Kriegsberichten, Inschriften u.ä. wollte man häufig auch Weissagungen von Orakeln festhalten. In früheren Zeiten waren Orakel von großer Bedeutung für die Menschen. Sie lebten nach dem, was geweissagt wurde. Dies mag auch daran liegen, das Orakel, Weissagungen u.ä. in antiken Mythologien eine große Bedeutung zukam.

Besonders berühmt ist das „Orakel von Delphi“. Es sollte mit griechischen Göttern verbunden sein und war ein sehr wichtiger Ort für die damaligen Menschen. Heutzutage ranken sich natürlich auch viele Mythen darum – schließlich kann alles, was überliefert ist, im Laufe der Zeite verändert oder ergänzt worden sein.
Neben Orakeln gab es natürlich auch mythologische Schriften, wie z.B. die „Edda“ und die „Merseburger Zaubersprüche“, die jemand festhielt.

Natürlich will ich damit nicht sagen, dass ausschließlich Orakeltexte, Mythologien, Gesetze usw. verfasst wurden, doch sie waren wichtig genug, um aufgeschrieben (und verwahrt) zu werden. Dies zeigt, dass sie alle von Bedeutung für die Schreiber (oder Auftraggeber) waren.

Nun aber zum eigentlichen Grund meines Posts:

Irgendwie bin ich durch meine ganzen Überlegungen zu „wie und was man früher schrieb“ auf das Thema der Orakel gekommen. Und habe mir gleich 5 Bücher (3 davon gebraucht) gekauft:

Das Orakel von Delphi: Geschichte und Texte von Marion Giebel (Reclam Verlag)

Das Lexikon der Orakel von Wolfgang Bauer und Clemens Zerling (atmosphären)

Orakel, Seher und Propheten von Matthias Hackemann (Anacona)

Das Geheimnis der Orakel von Philipp Vandenberg (bei mehreren Verlagen erschienen, da gebraucht ohne Bild, weiß ich nicht von welchem mein Exemplar sein wird)

Griechische Orakel von Veit Rosenberger (WGB)

Sollte ich dabei auf interessante Dinge stoßen, wird vielleicht ein weiterer Beitrag zum Thema Orakel auftauchen. Ich frage mich, warum mich das Thema so reizt, so drängt, aber das werde ich wohl erst wissen, wenn ich in den Büchern gelesen habe 😉

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