Vernetzung

Gerade im Zusammenhang mit dem Thema „Schreibblockaden“ ist mir wieder einmal aufgefallen, wie wichtig es sein kann, mit anderen zu kommunizieren.

Wenn es nicht weitergeht, man davon runtergezogen wird, hat man oft das Gefühl, dass man damit ganz allein sei. Wie man momentan merkt (z.B. Alicia auf dem Blog vom Wunderwaldverlag), ist dem aber gar nicht so.
Jeder, der oft oder viel schreibt (ob er nun veröffentlicht oder nicht) gelangt früher oder später (vielleicht auch beides) an einen Punkt, an dem es nicht mehr weitergeht.

Wenn man andere Schreiberlinge kennt, weiß man das vielleicht. Manchmal auch erst, wenn es einem selbst so geht. Und allein das kann schon weiterhelfen.
An dieser Stelle sind dann auch Dinge wie Foren, Facebookgruppen oder Schreibgruppen (ob nun virtuell oder „im realen Leben“) von Vorteil. Man kann sich mit andere austauschen und sich gegenseitig wieder hochziehen.

Foren zum Schreiben gibt es schließlich mehr als genug. Wer das mal gegooglet hat, weiß das.
Manche von ihnen nehmen jeden auf, der vorbeikommt und nett ist. Andere wollen vorher einen kurzen Text lesen, ein paar Dinge erfahren. Und dann gibt es noch die Foren, in die nicht jeder darf. die sich ihre Mitglieder selbst aussuchen und eine gewisse Anzahl an Veröffentlichungen verlangen.
Damit will ich keine der Formen schlechtmachen oder in höchste Höhen heben, aber man sollte schon erwähnen, dass Schreibforum nicht gleich Schreibforum ist.

Welche Art Forum man sich aussucht, hängt sicherlich auch damit zusammen, wie ernst einem das Schreiben überhaupt ist. Ob man etwas veröffentlicht hat, veröffentlichen möchte, oder einfach nur gern schreibt.

Ich war zunächst nur in einem Schreibforum. Mehrere Jahre lang. Ich habe mich einfach angemeldet, wurde nett aufgenommen und habe da einiges an Informationen gesammelt. Es gab Aktionen und Spielereien, Übungsaufgaben und Kontakte zu anderen.

Später kamen der Nanowrimo und eine Schreibgruppe per Sykpechat dazu. Das hat wirklich seine Vorteile (auch, wenn im Laufe der Zeit das Schreibthema dort weniger wurde, weil man sich ja nun besser kennt und auch andere Themen hat. Dennoch sind andere da.)

Dann folgte ein weiteres Forum. Eines, bei dem man einen kurzen Textausschnitt und eine kleine Bewerbung schreiben musste. Anschließend dauerte es ein paar Tage und ich war im Forum. Dort fühle ich mich noch wesentlich wohler, als im ersten Forum. Weil Kritik ernsthafter angebracht und aufgenommen wird. Und nur das bringt wirklich vorwärts. Dennoch gibt es auch da viele nette Leute und man freut sich, wenn wieder jemand etwas veröffentlichen kann – ob man ihn nun gut kennt oder nicht. Man hält eben zusammen.

Von den „Elite-Foren“ habe ich verständlicherweise keine Ahnung, schließlich habe ich keine Romane veröffentlicht, und kann euch deshalb auch nichts darüber erzählen.

Facebookgruppen zum Schreiben gibt es ebenfalls sehr viele.

Nicht vergessen sollte man natürlich die Blogs. Es gibt unglaublich viele Blogs von Schreiberlingen. Schwieriger ist natürlich zu entscheiden, welche davon man denn nun lesen möchte. Welche hilfreich sind. Im Zweifelsfall gilt: erstmal in möglichst viele reinlesen. Gucken, was gefällt. Und immer schön die Augen offen halten.

Der letzte Punkt wäre dann der nicht-virtuelle: Es gibt in vielen Städten Schreibgruppen. Manche sind durch Volkshochschulen organisiert, andere privat. Wieder andere finden sich über Facebook oder Foren zusammen und treffen sich dann einfach. Auch hier mangelt es mir an persönlichen Erfahrungen und so kann ich da leider nicht mehr zu scheiben.

Fazit des Ganzen: Sucht nach eurem persönlichen Weg, um mit anderen Schreibenden in Kontakt zu treten. Wahnsinnig viele Menschen lieben das Schreiben. Ihr seid nicht allein – und wenn ihr noch so viel im stillen Kämmerlein hockt und Texte verfasst.

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