Geschichte(n) eines Schreiberlings: Papyrusexperimente – Schritt 1

Mir war es ein wenig zu langweilig immer nur von Geschichte zu erzählen. Lesen kann man ja schließlich viel – das heißt aber noch nicht, dass man alles perfekt versteht. Also muss man manche Dinge nachempfinden. (Ein Beispiel dafür wäre auch experimentelle Archäologie, die natürlich wesentlich komplexer ist als ein solch „winziges“ Experiment.)

Meine Mutter hat gestern ihren Papyrus „ausgemistet“ und umgetopft. Perfekt! Schnell habe ich mir einige abgeschnittene Stängel mitgenommen und mein Experiment begonnen: Papyrusherstellung!

Ich frage mich, ob es gelingen wird. Ich habe nur eine grobe Vorstellung davon, wie das Ganze funktioniert und wollte auch nicht groß Recherchieren. Grundlegendes Wissen hat in diesem Fall zu reichen. Schließlich mussten die alten Ägypter es ja auch irgendwie lernen.

Für Papyrus benötigt man das Innenleben der Stängel. Ich habe euch direkt mal ein Foto gemacht. Das ist das Material, mit dem ich bei meinem Experiment arbeite – und glaubt mir, ich habe viel Zeit und Anstrengung gebraucht, um das zusammenzubekommen. Die Stängel waren ziemlich hart und man musste es ja auch noch irgendwie trennen. Ich vermute allerdings, dass es in Ägypten etwas leichter ist. Papyrus kann über fünf Meter groß werden – der von meiner Mutter hat vielleicht eine Höhe von anderthalb bis zwei Metern. Entsprechend dünn sind die Stängel nun auch. Naja, kann ich mit leben, solang es am Ende funktioniert (drückt mir die Daumen).

Ideal wäre es natürlich, wären alle Stücke gleich lang, breit und dick, aber das ist illusorisch und bei dieser Pflanze einfach nicht möglich gewesen. Ich habe die Innenteile anschließend noch gedrittelt, damit ich mehr, aber dünnere Stücke zur Verfügung habe.

Übrigens muss man Papyrus innerhalb einiger Stunden verarbeiten, sonst wird er braun. Das passiert auch, wenn die Pflanzenteile z.B. geknickt werden.

Wie es weitergeht erfahrt ihr dann bei Schritt 2 😉

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Ein Kommentar zu “Geschichte(n) eines Schreiberlings: Papyrusexperimente – Schritt 1

  1. Tinka Beere sagt:

    Sehr interessant 🙂 Ich bin gespant auf den nächsten Teil 🙂
    Grüße, Tinka

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