Geschichtswissen für Zwischendurch – Schwerer als gedacht

Ich habe mich nun tatsächlich dazu entschlossen Kirchenburgen in meine kleine Geschichtswissen-Sammlung aufzunehmen. Blöd dabei ist nur, dass es gar nicht immer einfach ist Abgrenzungen zu finden. Sowohl thematisch bei der Recherche – als auch wissenschaftlich bei der Einordnung von Bauwerken. Und ein Ende zu finden mit der Nachleserei.

Mit Kirchenburgen ist es nämlich nicht getan. Man kommt da echt „von Hölzken auf Stöcksken“. Also wird es mal wieder aufwändiger – kenne ich ja schon (zum Beispiel, wenn aus einer Recherche über Papier ein – gescheitertes – Papyrusexperiment wird).

Es gibt zum Beispiel noch:

– Wehrkirchen

– Friedhöfe, die zur Abwehr umgebaut wurden

– Fluchtkirchen (die häufig nicht gut von Wehrkirchen abzugrenzen sind.

 

Außerdem sind viele Gebäude heute nicht mehr in dem Zustand, in dem sie früher waren. Manchmal ist die ganze Kirchenburg weg und eine neue Kirche steht darüber. Teilweise steht nur ein Turm. Mauern oder Garden wurden entfernt. Man hat die ganze Kirche entfernt (zum Beispiel weil man sie nicht mehr benötigte oder weil sie beschäfigt war) Man hat ein wenig „umdekoriert“ – und so weiter und so fort.

Teilweise finde ich das dann sehr schade. Weil man muss das ja mal so sagen: Die waren damals verdammt schlau! Wie genial ist das bitte ein Gebäude umzubauen, sich damit erwehren zu können – und so dem Bau eines wesentlich aufwändigeren (und teureren) neuen Wehrgebäudes zu entgehen?!  Ich fürchte, dass ich mich da sehr für begeistern kann – und demnächst doch noch ein Buch aus der Unibibliothek leihen muss. Da gibt es nämlich ein thematisch passendes. Wissen, wuhu! (Warum sind eigentlich Themen die für das Studium nicht so wichtig sind interessanter als die, die man können muss? Gemein 😉 )

Ich plaudere jetzt mal ein wenig aus dem Nähkästchen. Vor einigen Monaten kannte ich zwar Wehrkichen, aber keine Kirchenburgen und besonders viel Ahnung hatte ich natürlich auch nicht davon. Ich wollte eine Geschichte mit Zombies schreiben. In meiner Heimatstadt. Und habe überlegt, wie das am besten geht. Also sollte die katholische Kirche herhalten, samt Pfarrheim – und einfach die Mauern hübsch aufstocken. Damit wäre bewiesen: Ich bin fast so schlau, wie die Menschen damals, ha! ;P Dass die Geschichte gescheitert ist lag allerdings nicht an der Kirche, Zombies liegen mir wohl einfach nicht besonders. Was soll’s – schließlich ist nicht jede Idee zu gebrauchen – und als Zeitverschwendung sehe ich sowas selten.

 

Zurück zum Thema. Ich krieg das schon irgendwie hin mit den Beiträgen – dann wird es eben nicht nur einer. Auch ein Vorteil, man braucht weniger andere Ideen für den Blog. Hauptsache wieder den Geschichtsfreak raushängen lassen 😉

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4 Kommentare zu “Geschichtswissen für Zwischendurch – Schwerer als gedacht

  1. Das Thema Wehrkirchen hab ich auch mal ganz kurz angeguckt. Allerdings ist es bei mir eher so, dass es so etwas hier in Tirol nicht so wirklich zu geben scheint. Dafür haben wir ne Menge großer Kirchen. Die sind im übrigen alle relativ einfach zu Verteidigen wenns wäre. Aber wir haben auch noch ein paar hübsche Burgen mit einigen ganz besonderen Features. Es gab zum Beispiel zwischen Schloss Tratzberg und Schluss Freundsberg einen Fluchttunnel, direkt unter dem Inn durch!

    • kaiglaeser sagt:

      Hier gibt es sowas auch nicht. Alle mindestens 2 Stunden entfernt, darunter nur eine Kirchenburg. Und die ist nicht einmal mehr im Originalzustand. Ich bin einfach zu weit nördlich ^^ je nördlicher, desto weniger 😉

      Normale Burgen und Schlösser gibt es hier auch, sowie herrliche Ruinen. Die kommen irgendwann auch noch dran 😀 Bisher hab ich ja nur die Sababurg vorgestellt – und die ist nicht wirklich nah bei mir. Aber sie war halt toll 😀

  2. Also, wenn es nicht unbedingt eine Burg sein muss, dann könnet ich bei Interesse mit der Lügenbrücke aufwarten … Soll ich?

    • kaiglaeser sagt:

      Jedes Thema mit geschichtlichem Hintergrund ist interessant. Nur, weil Burgen und Schlösser, sowie Sakralbauten meine „Lieblinge“ sind, heißt das nicht, dass ich nicht auch vor Brückenbauerleistungen Respekt habe. 🙂 Warum also nicht, ich freue mich immer darauf etwas Neues zu lernen!

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