Verdammte Action! Die Kunst der Formulierung

Wunderwaldverlag

Wie ich’s gern hätte!

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Damit komme ich unweigerlich auf das Problem der Handlungsabläufe. Es passiert etwas, das möglichst dicht dargestellt werden soll. Meist sieht das schriftlich so aus:

Rudolf schaute grimmig und drückte mit gekrümmtem Zeigefinger ab. Es gab einen lauten Knall. Reflexartig fuhr Renate herum und sprang auf die Straße. Dann rannte sie mit einer affenartigen Geschwindigkeit die Straße entlang. Rudolf folgte ihr und schoss noch einmal.

Renate schrie: „Du Mörder!“

Rudolf lachte grimmig.

(Häufigste Begründung für solche lieblosen Beschreibungen: Es läuft wie ein innerer Film vor meinem inneren Auge ab. Das lässt im wahrsten Sinne des Wortes tief blicken.)

Stellte man diese Situation in Bildern dar, also als Comic, wäre alles gesagt bzw. gezeichnet. Rudolfs Gesichtszüge wären eindeutig grimmig, der Knall würde mit „piff-paff“ oder „booouuum“ oder „pichiuuu“ (habe ich auch mal gesehen) dargestellt. Auf dem nächsten Bild würde eine Frau von…

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