Ziemlich verzettelt: Man kann’s auch übertreiben!

Da ja von Neko nun schon mehrfach etwas zur neuen Ausschreibung des Wunderwaldverlages gebloggt wurde und Frau Stadelmann regelmäßig mit Inspirationen um sich wirft, sowie heute etwas zum Thema Recherche schrieb, erzähle ich euch jetzt, was man da falsch machen kann. 😉

Ich hatte mehrere Ideen für die Kurzgeschichtenausschreibung, die erste (fiel mir zu spät auf) passt zeitlich nicht zum Thema „Moderner Tanz“, diese „Richtung“ entstand nämlich erst ab 1900, während die Geschichte im 19. Jahrhundert spielt – klingt auf den ersten Blick zwar ähnlich, ist aber daneben. Die zweite Idee scheiterte schon nach einer Notizbuchseite – viel zu „abgespaced“! Zuende schreiben werde ich zwar beide, aber das hat Zeit. Ist ja nicht so, als schriebe ich nicht auch noch an längeren Dingen. Nun ja… Idee Nummer 3 gefällt mir wirklich gut und verhindert so (zumindest vorerst), dass weitere Ideen aufgeschrieben werden, die sind einfach nicht so interessant/ausgereift/wasauchimmer.

Da ich keinen Fehler/keine Dummheiten machen wollte, musste ich natürlich ein paar Dinge nachlesen, beziehungsweise hatte ein paar kleine Fragen…

Soviel zur Einleitung. Nun also der Grund, warum man sich auch „zu Tode recherchieren“ kann:

Ich wollte nur ein paar Kleinigkeiten wissen und habe also ein wenig „gegooglet“, aber wie das so ist, kam ich von Hölzken auf Stöcksken und fand schlichtweg kein Ende. Das Ergebnis dessen könnt ihr auf dem Foto bewundern, ich habe einfach mal alles auf einen Schreibtischstuhl gestapelt und bitte zu beachten, dass das Papier doppelseitig bedruckt wurde. Ziemlich erschlagend, oder?

Die Ausschreibung läuft bis zum 30.11. und die Geschichte soll maximal 12.000 Zeichen haben. Was tue ich? Ich hole mir gefühlte 12.000 Seiten Recherchematerial – und das wo ich nur ein wenig über verbotene Tänze und ihre Verfolgung wissen wollte…

Für die Bücher bin ich in die Universitätsbibliothek gefahren – und auch da kam mehr dabei heraus, als erwünscht war. Auch wenn manches nur peripher oder gar nicht mit der Geschichte zu tun hat. Es handelt sich um ein Werk über Ausdruckstanz (wenn ich mich nicht irre vor allem geschichtlich orientiert), drei rein geschichtliche und eines über Stilistik. Das letzte hat zugegebenermaßen nichts mit der Geschichte zu tun, war aber eben interessant und auch für mein Studium nicht ungeeignet. Das über Ausdruckstanz ist sicherlich sinnvoll, aber viel umfangreicher, als von mir benötigt. Bei den anderen Werken weiß ich nicht, ob ich sie brauche – das wird man sehen, zumal ich in eine einzige Geschichte nicht alles einarbeiten kann, vielleicht schreibe ich eine zweite,einfach nur um der Idee willen und lasse dann im Zweifelsfall jemanden mit mir darüber diskutieren, welche der beiden ich den nun teilnehmen lasse.
Auch das Gedruckte beinhaltet wesentlich mehr, als eigentlich erforderlich wäre. Es reicht von Persönlichkeiten der gewählten Zeit über Theorien zum Tanz bis hin zu eigentlich allem, was man sich denken kann – zugegebenermaßen auch ein paar Informationen von Wikipedia, das zwar kritisch sein kann, aber manchmal für einen Überblick sehr dienlich ist, auch wenn man sich dort ziemlich verzetteln kann…

Wie ich hier bewiesen habe jedoch nicht nur dort, sondern auch in anderen Teilen des Internets und einer Unibibliothek 😉

Advertisements

5 Kommentare zu “Ziemlich verzettelt: Man kann’s auch übertreiben!

  1. … oh ja, das Problem kenne ich … und merke spätestens bei der dritten Ausschreibung, dass man nie zu viel weiß 😉 Man kann alles verwenden. Irgendwann.

  2. wiesenirja sagt:

    Das Problem kommt bekannt vor … Sehr bekannt …

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s