Entchentour – Teil 3, Ende

Hier also nun der letzte Teil der Entchentour, ein wenig verspätet. (Ich bitte zu entschuldigen, falls heute mehr Schreibfehler im Beitrag landen, ich habe Probleme mit einem Zahn und bin deshalb neben der Spur…)

Es kam keine Reaktion. Du siehst langsam ein, dass kein übergeordneter zeichnerischer Schöpfer herbeieilen wird, um dein kleines Comicentenleben zu retten. Traurig schnatterst du vor dich hin. Die Tusche tropft langsam in den Fluss und du ahnst, dass das Wasser sie schneller verbreiten wird. Tatsächlich kannst du sehen, wie ein dunkler Streifen immer schneller zu dir fließt. Er hat die stärkste Strömung erwischt. Panisch drehst du dich um und schwimmst um dein Leben. 7 Minuten lang.

Endlich siehst du ein Stück Land, das vom Fluss aus ansteigt. Du flatterst mit den Flügeln und schnatterst laut, so sehr freust du dich. Du paddelst so schnell du kannst, um das rettende Ufer zu erreichen. Es sind noch 250 Paddelfüßchenplatscher (Wörter).

Als du am Ufer ankommst, ist das Wasser bereits etwas getrübt. Du verlässt den Fluss mit eiligen Watschlern und gehst die Wiese hoch. Bis du den Aufstieg geschafft hast, vergehen 11 Minuten.

Du stehst oben auf dem Hügel und blickst zurück auf das, nun tuschegefärbte, Wasser. Immer wieder leckt es über die Ränder und verschlingt Teile der Landschaft. Doch du weißt genau, dass du fürs Erste sicher bist. Du drehst dich um und blickst auf der anderen Seite des Hügels herunter. Vor dir erstreckt sich ein Meer aus reifem Korn. Du lässt dich den Hang hinab rollen. Einfach, weil das viel mehr Spaß macht. Nach 5 Minuten kommst du unten an.

Das reife Getreide verleitet dich zu einem kleinen Snack. 9 Minuten lang suchst du dir die schönsten Körner zusammen und isst sie.

Danach bist du unglaublich müde. Die Aufregung, der Weg und die schwere Mahlzeit waren zu viel für dich. 8 Minuten lang kämpfst du gegen die Müdigkeit an, machst dir klar, was auf dem Spiel steht, dann geht es wieder.

Plötzlich bist du von schwarzer Tusche umgeben. Bei deiner Futtersuche hast du ein paar Pflanzen beschädigt. Du hattest längst vergessen, wie es zu der Überschwemmung gekommen war. Die Tusche ist überall. Sie verklebt deine Federn, du kannst dich kaum mehr rühren. 10 Minuten lang kämpfst du dagegen an, dann wird alles schwarz…

Als du erwachst, entdeckst du viele flauschige Federn. Um dich herum wuselt es nur so. Du befindest dich inmitten deiner Geschwister und eure Mutter steh keine fünf Meter entfernt. Aus einem Comic stammt keiner von euch. Es war alles nur ein Traum und du kannst endlich wieder entspannen.

Gong net än den Bäsch! Geh nicht in den Wald!

Und noch ein Kurzgeschichtenwettbewerb 😉

Wunderwaldverlag

Kurzgeschichtenwettbewerb: Fast wahre Geschichten aus Rumänien

Vom Dorf in die Stadt – und dazwischen liegt der tiefe, dunkle Wald, in dem nicht nur Bären lauern, sondern auch Wölfe in Menschengestalt, wunderliche Einzelgänger oder mystische Wesen …

  • Gesucht werden Kurzgeschichten, max. Umfang 15.000 Zeichen, die ihren Schwerpunkt in siebenbürgischen Wäldern haben. Es sind aber auch Geschichten zu anderen Wäldern Rumäniens erwünscht. Dazu gibt es wie immer Tipps bis zum Ende der Ausschreibung.
  • Die Reise beginnt entweder in einer Stadt, einem Dorf oder in der Nähe. Beides ist auch auf der Landkarte zu finden. Sind die Protagonisten zu Fuß, mit dem Karren, dem Bus, dem Auto … unterwegs? Erreichen sie ihr Ziel? Was passiert im Wald?
  • Lokale Besonderheiten wie Sagen, Ereignisse, Bauwerke, Persönlichkeiten etc. müssen berücksichtigt werden; Quellenangaben (Links, Textauszüge bis max. 2 MB etc.) werden erbeten!
  • Alle Genres und Epochen sind erlaubt.
  • Die Jury legt besonderes Augenmerk darauf, wie der Autor…

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Entchentour – Teil 2

Zeit für weitere sieben Aktionen des kleinen Entenkükens:

Dann wird dir klar, dass es keinen Zweck hat und dass die Tusche immer schneller hervortritt. Du fliehst. 9 Minuten lang läufst du einfach nur dem Schnabel nach. Du hast Angst dich umzudrehen, doch nach dieser langen Zeit musst du stehen bleiben. So viel schnelles Watscheln bist du nicht gewöhnt. Dein kleines Herzchen pocht laut und ungleichmäßig in deiner Kükenbrust.

Weil du ohnehin eine kleine Pause machen musst, drehst du dich doch um. Die Tusche hat die gesamte Wiese hinfort geschwemmt. Einzelne, angeschlagene, bunte Blüten schwimmen noch auf dem See aus Tusche, doch sonst wirkt es, als habe es die Wiese nie gegeben.  Du musst weiter. Trotz deiner Müdigkeit. Langsam setzt du einen Schritt vor den anderen, bis du 300 Watschelschritte geschafft hast.

Du bist an eine Klippe gelangt. Hinter dir kommt die Tusche immer näher und du ahnst, dass es kein gutes Ende mit dir nimmt, wenn sie dich erreicht. Also musst du weiter. Zur Seite kannst du nicht, du befindest dich in einer Sackgasse. Dir fällt ein, dass die großen Enten fliegen können. Ob du das auch kannst? Testweise flatterst du mit deinen Flügeln auf und ab. Währenddessen überlegst du. Erst nach 10 Minuten fasst du einen Entschluss.

Ob du fliegen kannst oder nicht, du willst es versuchen. Lieber brichst du dir deinen kleinen Kükenhals, als dass du kampflos aufgibst und dich von dem Tuschemeer verschlingen lässt. Also springst du. Und fällst 150 Meter (Wörter) den Hang hinab. Während des Fluges betest du zum großen Quackimojo. Möge er dein Flehen erhören und dich an einem Stück unten ankommen lassen.

Welch ein Glück, dass du ein Wasservogel bist. Du landest in einem reißenden Fluss. Kurz tauchst du unter, doch dank deines Strampelns und wasserabweisenden Gefieders, schwimmst du schon bald oben. Du fühlst dich ein wenig benommen von dem Sturz. Also lässt du dich 5 Minuten lang einfach flussabwärts treiben.

Deine Wahrnehmung hat sich wieder normalisiert. Du paddelst so, dass du fortan rückwärts treibst und schaust zurück auf den Hang, an dem die Tusche stand. Er ist zwar schon weit entfernt, doch der Fluss verläuft so gerade, dass du noch erkennen kannst, was dort passiert. Die Tusche hat einen Teil der Klippe bereits bedeckt. Der ganze Berg verfärbt sich. Bald wird alles schwarz sein. Du rufst, wieder einmal, nach dem Zeichner. 7 Minuten lang, während du weiter flussabwärts treibst.

Morgen gibt es dann das Ende der Entchentour. 😉

Pancakes auf Vorrat mit hausgemachtem Heidelbeerkompott

Klingt wahnsinnig lecker – und sieht auch so aus 🙂

Paprika meets Kardamom

Nein, keine Angst! Ich habe nicht angefangen, Pancakes einzuwecken *g* Aber letzte Woche Sonntag war das Wetter hier in Deutschlands Mitte so usselig mit ganztägigem Regen und nur grau, dass ich schon morgens eine Belohnung brauchte, bevor ich überhaupt was geleistet habe. Manchmal gibt es einfach so Tage, oder? Und mir war sehr stark nach Pancakes. Deren Teig muss nicht ewig ruhen und kann man auch in kleineren Mengen machen. Klar, ich hätte auch das einfache und neutrale Pancake-Rezept von Jamie Oliver nehmen können, aber wieso ist man Foodblogger, wenn einen nicht die Neugier nach neuen Rezepten umtreibt?

Aus Nigella Lawsons Buch „Nigella Express“ ist mir schon vor Ewigkeiten ein Rezept im Hinterkopf geblieben, bei dem sie die Grundmischung für Pancakes auf Vorrat macht. Einfach alle trocknen Zutaten gut miteinander vermischen, in eine luftdicht verschließende Dose geben (wir wollen ja keine Mehlmotten oder so da drin, oder?) und…

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Entchentour – Teil 1

Ich hatte ja bereits versprochen, dass ich mindestens eine Schreibtour einstellen werde. Ich habe mich erst einmal für meine Entchentour entschieden. Die Zeichnung stammt natürlich auch von mir, Füller in der Hand beim Nachdenken führt zu Kritzeleien. 😉

Für alle, die keine Schreibtouren kennen hier noch eine Erklärung:

Bei jedem Absatz gibt es eine kleine Aufgabe. Wenn Minuten angegeben sind, bedeutet es, dass man genau diese Zeit mit Schreiben verbringt. Sind andere Dinge angegeben, steht dort eine Zahl und in Klammern steht dann „Wörter“. Ist also recht simpel – und vielleicht mal etwas Anderes als nur stur vor sich hin zu schreiben.

Und los geht’s:

Du bist Teil eines Comics. Als kleines, kuscheliges Küken durchstreifst du eine Welt, die gezeichneter nicht sein könnte. Bei manchen Details nimmst du deinem Erschaffer einiges übel, aber du kannst nichts ändern, solang er sich deiner nicht erbarmt. Dennoch ereiferst du dich 10 Minuten lang über das, was dir nicht gefällt.

Der Zeichner hat deine Bitten nicht erhört. Er hat einfach nur gelacht – und tut es noch immer. Für ganze 5 Minuten.

Du gibst auf und wendest dich ab. Du denkst 8 Minuten lang darüber nach, was ein kleines Küken wie du so anstellen könnte.

Ein Feld voller bunter Wiesenblumen hat es geschafft deine Aufmerksamkeit an sich zu reißen. So schnell du kannst, läufst du 250 kleine Watschelschritte (Wörter) zum Ziel.

Du befindest dich in einem Meer aus Farben. Rot, Grün, Blau, Violett, Rosa, Gelb, Orange – die Farben vermischen sich, entwickeln sich zu Neuem, während du umher rennst. Erst nach 12 Minuten bist du den Farbflash leid.

All die Blüten locken dich und du merkst, dass du großen Hunger hast. Du gehst von einer Blüte zur anderen und kannst dich nicht entscheiden, welche du essen möchtest. Schließlich knabberst du an einer eine hellgelben Blume. 5 Minuten brauchst du, um sie aufzufuttern.

Als nur noch der Stiel der Blume steht, fällt dir auf, dass es ein großer Fehler war, etwas an der Landschaft zu verändern. Anscheinend ist der Zeichner gerade in der Pause. Oder im Urlaub. Oder tot. Auf jeden Fall reagiert er nicht. Der Blumenstiel entwickelt sich zu einem Problem: Dunkle Tusche tritt aus und beginnt langsam die schöne, bunte Wiese zu überschwemmen. All die wunderbaren Farben versinken in Dunkelheit. 5 Minuten lang rufst du nach dem Zeichner, während du langsam zurückweichst.

Morgen geht es dann weiter. 🙂

Bastelei: Adventskalender 1

Einer der beiden Adventskalender ist fertig – und hier ist das Ergebnis. Gefaltete (und natürlich gefüllte) Papierbeutel mit Kräuselband in einer Obstkiste. Diese ist mit Weihnachtsservietten an der Innenseite und künstlichen Weihnachtssternen in/auf den Ecken verziert. Man sieht es leider auf dem Bild nicht, aber außen wurde die Fläche mit silbernen Schneeflockenaufklebern und wild ausgeschnittener Pappe mit Wellenmuster „aufgemotzt“.