Befreiungen und Erinnerungen – Familiengeschichtchen

Wunderwaldverlag

Letztens schrieb ich von der Deportation meines Vaters nach Weißrussland vor 70 Jahren. Ich habe ein wichtiges Detail vergessen, ohne das seine Rückkehr nach etlichen Jahren im Arbeitslager gar nicht möglich gewesen wäre:

Die weißrussische Bevölkerung hungerte genauso wie die Lagerinsassen und vor allem die Kriegsgefangenen. Das hat aber niemanden davon abgehalten, zu teilen. Will sagen: Es gab zahlreiche Menschen in der Bevölkerung, die sich um die Zwangsarbeiter, die sie sich zuteilen ließen, kümmerten, mal mehr, mal weniger, jedenfalls so, dass sie arbeiten konnten. (Komm mir jetzt keiner mit ausnutzen usw. Was immer die Beweggründe waren, sie haben das wenige Essen, das sie hatten, geteilt.) Mein Vater war einem russischen Offizier (?) zugeteilt worden, der ihm zu essen gab und ihm eine Offiziersration in der Kantine zuteilen ließ, damit er auf dem Hof des Offiziers arbeiten konnte. Mein Vater berichtete weiterhin, dass Leute aus der Bevölkerung, die am Kriegsgefangenenlager…

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