Bigos

Eines vorweg: Ich mag dieses Zeug überhaupt nicht! Es schmeckt doch recht … eigen. Dabei ist Bigos oder „Bigosch“ quasi das polnische Gericht. Es wurde mir auch mehrfach in verschiedenen Varianten vorgesetzt, doch überzeugen konnte mich keine.

Für Nichtkenner: Was ist Bigos nun eigentlich?

Im Wesentlichen ein Alles-drin-Eintopf, allerdings nicht immer ein flüssiger (ich vermute mal, dass geschichtlich betrachtet viel Wasser auch bedeuten konnte, dass nicht viel da war oder man sich nicht viel leisten konnte – und das geht natürlich heutzutage dann gar nicht. 😉 Denn Bigos wird manchmal schon fast gefeiert, weil es durch die lange Kochzeit mit hohem Aufwand verbunden ist). Was genau drin ist, kann sich stark nach Koch, Laune und Vorratskammer unterscheiden. 😉 Sauerkraut/Weißkohl ist jedoch der Mittelpunkt. (Was mir schon nicht schmeckt :D)

Man füge allerlei Fleisch und Wurst hinzu (dabei sollte man nicht geizen!), vielleicht auch Speck. Auch Gemüse kann (nicht muss) man darin finden, seien es Zwiebeln, Möhren, Tomaten oder Paprika und selbst vor Pilzen wird nicht Halt gemacht. Manchmal wird Bigos scharf gewürzt, ein anderes Mal vielleicht mit einem Lorbeerblatt. Es ist schlicht und einfach extrem variabel. Somit unterscheidet sich auch das Aussehen des Gerichts.

Dazu gibt’s dann Brot.

Ich habe gerade wieder das Bild vor Augen, wie wir mit vielen um einen Tisch saßen, mein Kusin rührte in den Töpfen und bald darauf hatte jeder eine Mischung aus Krautfäden, zerfasertem Fleisch und Wurststücken vor sich stehen (und ich netterweise manchmal auch einfach nur Fleisch und Pilze 😉 ) Für den Familiensinn ist der Eintopf jedenfalls ideal. 😀

Wer wissen möchte, warum ich mit einem Gericht um die Ecke komme, das mir gar nicht schmeckt, der sollte sich die Ausschreibung „Lasst es euch schmecken“ vom Wunderwaldverlag näher ansehen. 😉 (obwohl der auch Spaß macht, wenn es einem nicht schmeckt ;P)

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4 Kommentare zu “Bigos

  1. Neko sagt:

    Ist es nicht faszinierend was alles gekocht wurde damit möglichst alle satt wurde? 🐾🐱

    • kaiglaeser sagt:

      Ja, Aber es ging ja nicht immer nur ums Sattwerden: Auch das Verbrauchen von Lebensmitteln bevor sie verderben etc spielt ja häufig eine Rolle 😀 Da sind variable Gerichte natürlich immer gut geeignet 😉

  2. Hat dies auf Wunderwaldverlag rebloggt und kommentierte:
    Am Niederrhein gibt’s „Möhren durcheinander“ wobei die Möhren auch durch Kartoffeln ersetzt werden können (also eigentlich immer ein großes Durcheinander). Leipziger Allerlei und überhaupt alle Gemüsesuppen fallen wohl in diese Kategorie. Und wer kennt nicht die herzallerliebste Krautsuppe? 😉

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