Gestohlene Küsse lügen nicht – Melanie Zollinger

Ich habe das Buch nicht nur gelesen, ich habe es verschlungen. Gut, ich war trotzdem langsam, weil einfach zu viel los war, es mir nicht gut ging, aber wenn ich zum Lesen kam, konnte ich kaum wieder aufhören. Das lag nicht nur daran, dass ich die Autorin kenne – eigentlich habe ich das sogar vollkommen vergessen, so sehr bin ich in die Geschichte eingetaucht. An manchen Stellen wurde es mir wieder bewusst, weil ich diese kannte. Weil ich mich an Prozesse während der Korrektur erinnert habe oder so. Mir wieder klar wurde, wie sehr ich das Buch herbeigesehnt habe, weil ich mich schon in einige Szenen verliebt hatte. Aber selbst ohne diese Erinnerungen, ohne vorher gekannte Stellen, hätte ich das Buch geliebt. (Denn dann hätte ich sie ja auch gelesen – nur später. 😉 )

„Gestohlene Küsse lügen nicht“ ist eine ganz tolle Liebesgeschichte, die zwischendurch für Schmunzler sorgt. Auch dramatische Momente gibt es und man fiebert mit Marlies mit, wünscht ihr alles Glück der Welt. Wenn es Streit gibt, möchte man, dass er vergeht. Die Kinder sind wirklich toll, vor allem Luca, der Sohn. Ich habe ihn richtig ins Herz geschlossen. Eigentlich habe ich alle Charaktere ins Herz geschlossen – und war am Ende richtig traurig, dass es vorbei war. Zuende. Einfach so. Keine weiteren Seiten. Nichts. Das Gefühl kennt sicher mancher Leser: Man wird in eine Welt gelockt, durchlebt die Geschichte im Geiste, als sei man mittendrin statt nur dabei. Und am Ende möchte man die Welt nicht mehr gehen lassen – und muss es doch. Genau das ist mir passiert. „Gestohlene Küsse lügen nicht“ ist ein Buch, das im Sinn bleibt, nicht loslässt. Aaaaaw-Momente gibt es genauso wie Tränen und Lachen. Ich wurde einfach mitgerissen. Und seien wir ehrlich: Eine Frau wie Marlies oder einen Mann wie Derek, hätte man doch auch gern. 😉 (Auch wenn ich sicherlich manche Entscheidungen anders getroffen hätte, als die beiden…)

Ein kleines Manko bleibt: Ich hätte mir mehr Szenen mit Hanna gewünscht – die Frau ist einfach klasse und ihre Nebenrolle für meinen Geschmack zu klein. 😀

Zum Schluss noch etwas zum (Gegenstand) Buch selbst: Das Cover gefällt mir richtig gut. Format und Schrift sind nicht zu klein – man braucht also keine Lupe zum Lesen. Auch das Papier gefällt mir gut, es lässt sich super umblättern.

Mein Fazit: Ein wahrlich gelungener Debütroman!

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