Gedankenwirrwar durch kostenlose Kindle-Ebooks

Ich habe vorhin mal bei den Kindle-Ebooks gestöbert. Da gibt es eine Gratis-Bestseller-Liste. Ich bin sie mal durchgegangen, habe mir auch ein paar davon geholt. Mal sehen, ob sie was taugen. Was mir aber nun durch den Kopf geht:

Was veranlasst Autoren ihre Bücher für 0 !! Euro einzustellen? Wenn es nur kurze Geschichten unter 100 Seiten sind, manchmal gar nur um die 20, dann verstehe ich es ja noch. Dann ist es vielleicht eine Art „Werbemaßname“ oder „Arbeitsprobe“. Gerade dann, wenn es Teil einer Reihe ist.

Das ist aber nicht immer so. Da waren auch Bücher, die über 200, 300 oder 400 Seiten haben. Warum verschenkt man die? Zwei oder drei dieser Art waren von Verlagen, ich nehme mal an, dass die eines oder zwei ihrer Bücher auswählen, sie gratis einstellen und hoffen, dass Leser sich dann auch für andere Bücher interessieren. Also wieder Werbung.

Ich weiß, dass manchmal auch Bücher, die neu erscheinen, für wenige Tage kostenlos angeboten werden. Erhofft man sich damit einen hohen Amazonrang? Gute Bewertungen? Dass das Buch gefällt, sich herumspricht und danach dann jemand dafür zahlt? Vermutlich.

Was aber ist mit denen, die längere oder lange Bücher kostenlos einstellen – und das „für immer“? Die nicht einmal andere Bücher haben, für die sie auf diese Weise Leser anlocken wollen? Was versprechen diese Menschen sich davon? Wo liegt dort der Sinn?

Wenn man nur möchte, dass jemand lesen kann, was man so schreibt, dann gäbe es doch auch Blogs, Foren, Homepages usw. – warum dann die Mühen auf sich nehmen ein Ebook zu erstellen?

Ich bin verwirrt. Mir ist das zu hoch.

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12 Kommentare zu “Gedankenwirrwar durch kostenlose Kindle-Ebooks

  1. Diese Frage habe ich mir auch schon häufiger gestellt . L.g.Anja

  2. loftreading sagt:

    kann ich ehrlich gesagt auch nicht verstehen

  3. Neko sagt:

    Liegt vielleicht daran, dass Amazon einfach ein bessere Verbreitungssystem hat als ein Blog. Können aber natürlich auch nur zeitlich begrenzte Aktionen sein.

    • kaiglaeser sagt:

      Das ist es ja, bei vielen sind es keine zeitlich begrenzten Aktionen – das wundert mich ja so. Auch bei den Aktionen frage ich mich, ob das wirklich etwas bringt…

      Du meinst also die machen das vielleicht nur, damit sie mehr Leute mit ihren Texten erreichen? Aber dazu muss man ja auch erst einmal gefunden werden usw.

      • Neko sagt:

        Naja… Sachen die Gratis sind, nehmen Menschen meist auch einfach mal mit wenn sies nicht brauchen. Aber keine Ahnung, bin ja selbst erst seit kurzem dort mit einem Produkt vertreten.

      • kaiglaeser sagt:

        Naja, durch die Top 100 Gratis gucke ich ab und an auch durch – nehme aber längst nicht jedes der Bücher. Bei denen, die gratis sind, aber nicht in den Top 100, wird es schon schwieriger, die muss man nämlich erst einmal finden. 😉

  4. Sagen wir es mal so: Wenn man was verschenkt, schauen die Leute hin und kaufen mehr. Wenn man heutzutage nix verschenkt, wird man schlichtweg ignoriert. Leider bitter, leider wahr. Geiz ist immer noch geil (beim Verbraucher, meine ich).
    Bleibt die Frage, warum Sie die kostenlosen E-Books mitgenommen haben? Hat die Werbemaßnahme bei Ihnen also doch gewirkt? 🙂
    Und hätten Sie sie genommen, wenn die E-Books etwas gekostet hätten?

    • kaiglaeser sagt:

      Ja, als Werbemaßname, da leuchtet mir das ja ein. Kann wirken, wenn denn die Gratisteile einer Reihe z.B. gut geschrieben sind. Mich verwirren die, die nichts haben, für das sie werben. Nur etwas gratis abgeben. Sonst nichts.

      Warum ich die mitgenommen habe? Ich wollte mal gucken, was da so verschenkt wird. Und möchte mal schauen, ob da gute Sachen bei sind oder ob es nur verschenkt wird, weil es nichts taugt. (Das ist nämlich der Gedanke, der sich bei mir schnell einstellt, auch bei ganz günstigen E-Books, die nicht zu einem Verlag gehören. Die sind nur in seltenen Fällen korrigiert o.ä.)

      Zwei oder drei hätte ich vielleicht gekauft, ja. Aber nur bei (nahezu) fehlerfreier Leseprobe. Da bin ich empfindlich. Wer auf wenigen Seiten schon zig Fehler unterbringt, der wird das im gesamten Buch durchziehen. Perfekt ist niemand, aber man kann’s auch übertreiben – passiert bei E-Books leider zu häufig.

  5. Erik sagt:

    Da ich mich noch zu den guten, alten, leider aussterbenden E-Book-Verweigerern zähle, besteht meine Kindle-Bibliothek derzeit aus genau 9 Büchern (was dazu führt, dass ich gar nicht mehr weiß wohin mit den echten Büchern^^), die ich auch alle aus den Top100 geladen hab – allerdings ausschließlich alte Klassiker (Spinoza, Augustinus, Bronté, Schiller etc.). Ich seh auch nur Werbemaßnahmen als sinnvoll an – das neue Buch einer Reihe kostenlos anzubieten, damit die Leser dann auch die alte Reihe kaufen – oder halt im Zuge einer Neuveröffentlichung das alte kurz kostenlos anbieten … aber gänzlich seine Arbeit kostenlos anbieten… das kann ich nicht verstehen.

    • kaiglaeser sagt:

      Achja, die Klassiker. Die nehme ich tatsächlich auch immer mit, wenn ich sie kostenlos entdecken bei Kindle. Oder günstig gebraucht in Läden. 😀

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