Von Schreiberei, Schweinehunden und Musen

Das ist mit Sicherheit ein Thema, über das jeder ab und an nachdenkt, der schreibt. Vermutlich (bis auf die Schreiberei) auch jeder andere, der in irgendeiner Form kreativ ist. Es gibt auch viele, die schon darüber geredet, diskutiert oder geblogt haben, weshalb ich das nicht so explizit vorhatte… Eigentlich. Denn jetzt wurde ich danach gefragt.

Ich frage mich lediglich, ob es da viel zu erzählen gibt, ob man dabei überhaupt helfen kann. Versuchen kann ich es ja mal:

Wer kennt das nicht: Erst hat man eine Idee, ist schön im Schreibfluss, dann geht es nicht weiter. Oder man zweifelt an dem, was man geschrieben hat oder noch schreiben möchte. Vielleicht hasst man seine Idee oder die Geschichte sogar und würde alles lieber tun, als weiterhin daran zu schreiben. Die große Frage, die sich dann stellt, ist, ob man dann einfach aufgeben oder abbrechen sollte. Manchmal schon. Aber längst nicht immer und nur dann, wenn es wirklich nicht geht – mit Option später weiterzumachen! Denn nicht immer heißt es, dass eine Idee für immer sterben muss. Manchmal hilft es schon eine Kurzgeschichte einzuschieben, an zwei Projekten gleichzeitig zu arbeiten oder einen Ausgleich zum Schreiben zu haben, auf andere Gedanken zu kommen. Oder mit einem anderen Schreiberling darüber zu diskutieren.

Zunächst aber kann man auch einfach versuchen nicht aufzugeben. Weiterzumachen. Und wenn es nur wenige Wörter am Tag sind. Oder mal keine. Dann schreibt man eben nicht. Man darf fluchen, jammern (tu ich ja auch gern)oder auf mistegal schalten, aber das sollte kein Dauerzustand werden. Man muss einfach immer wieder anfangen, das ist viel wichtiger als nicht aufzuhören. Einfach nicht aufgeben. Ein großes Geheimnis sehe ich da nicht – ist doch wie überall im Leben.

Was ist denn nun mit den Schweinehunden? Ich weiß nicht, ich mag dieses Bild gar nicht so besonders. Ich mag Hunde, Schweine sind auch ganz cool. Warum also ist ein Schweinehund immer der große Feind? Sagt es doch, wie es ist: Nullbockstimmung. Die gibt es halt. Na und? Dafür gibt es auch die „Schreibwahnphasen“ in denen man nichts anderes im Kopf hat. Dann „fluscht“ es wieder. Dazu kommen die Zeiten in denen einfach zu viel los ist, man Stress hat oder krank ist. Da ist dann halt auch Flaute. Passiert.

Es kann übrigens auch helfen, wenn man mal mit einem echten Füller, richtiger Tinte auf ganz normales Papier schreibt! Ist nämlich ganz anders als am Pc. Nur das Abtippen nervt.

Musen hingegen mag ich. Die Idee, die Mythologie dahinter, dass es sie schon so lange „gibt“. Außerdem stelle ich mir immer wieder vor, was die Muse wohl gerade so anstellt – vor allem dann, wenn es nicht will, wie es soll. Das kann sehr amüsant sein, ist auch kreativ und manchmal hilft es tatsächlich.

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12 Kommentare zu “Von Schreiberei, Schweinehunden und Musen

  1. Neko sagt:

    Hat dies auf Nekos Geschichtenkörbchen rebloggt und kommentierte:
    Schade ist es nur immer, wenn der Erfolg irgendwie ausbleibt. Da wirkt dann immer entmusend 🐾🐱

  2. Caroline sagt:

    Kopf hoch 🙂 – nicht entmusen lassen 😉

  3. Danke irgendwie hilft mir das. Ich hab gerad beschlossen, das mein Schweinehund ab heute einen neuen Namen bekommt. Zum Beispiel jemand, mit dem man früher nicht klar kam. Dann wächst der Ehrgeiz gleich wieder und schon sind ein paar Wörter mehr auf dem Papier. Das mit dem Füller hab ich übrigens probiert: Super Idee! Man fühlt sich wie in einem Krimi.

    • kaiglaeser sagt:

      Gut, das mit dem Namen für den Schweinehund wäre nicht meine Art, aber wenn du dir so helfen kannst. 😉 Freut mich, dass es dir hilft die „Art des Schreibens“ zu variieren.

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