CampNaNoWriMo Tag 22 – Manchmal hat man keine Wahl…

…so gern man sie auch hätte. Die Camp-Seite verwehrt mir den Zugriff auf mein Monatsziel, ich habe mir die Änderung zu spät überlegt, bin also gezwungen bei 30.000 als Ziel zu bleiben. Offiziell jedenfalls. Inoffiziell könnte ich es ja dennoch runterschrauben, aber eben nicht mehr „Winner“ sein.

Irgendwie nervt mich das gerade. Ich darf nicht selbst darüber entscheiden, ob es mir zu viel wird. Gut einerseits ist das verständlich, weil sonst jeder gewinnen könnte. Andererseits ist es eben so, dass nicht immer alles läuft, wie man es plant.

Dennoch schaffe ich es noch nicht zu sagen: Ich setze mich darüber hinweg und ziehe mein Ding durch. Das passt nicht wirklich zu mir, diese Änderei. Wenn es mir besser ginge, würde ich mich einfach hinsetzen und schreiben, schreiben, schreiben. Allerdings ist das mit dem Sitzen momentan schon manchmal schwieriger. Das Vornüberbeugen zum Laptop ist nicht so gut. Ob ich mal wieder mit Sprachsoftware experimentieren sollte, um meinen Text zu diktieren? Finde ich eigentlich ziemlich klasse an solchen Tagen bzw in solchen Wochen, wo es mir nicht gut geht. Wenn da nur nicht so viele Fehler und Missverständnisse zwischen der Software und mir aufkämen. Das sorgt nur dafür, dass ich mich schwarzärgern könnte und am Ende mehr Arbeit habe als vorher.

Ich bin ein wenig… ja was eigentlich?

– Genervt.

– Sauer auf die Campseite.

– Maulig, weil es mir schon wieder nicht gut geht

– Angespannt, weil ich bisher weniger als die Hälte meines Ziels habe

– Verwirrt, weil ich nicht mehr weiß, warum ich mitmachen wollte

– Noch genervter, weil es mir mal so viel Spaß gemacht hat und ich nicht weiß, warum es das nicht mehr tut.

Eigentlich will ich einfach nur schreiben. Etwas Gutes schreiben, keinen Mist produzieren, nicht ständig zweifeln.

Eines aber weiß ich mit Sicherheit:

Ich bin froh, wenn das Camp vorbei ist. Sollte ich noch einmal teilnehmen, dann setze ich das Ziel von Anfang an niedriger – lieber über das Ziel hinausschreiben, als daran zu scheitern!

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10 Kommentare zu “CampNaNoWriMo Tag 22 – Manchmal hat man keine Wahl…

  1. Neko sagt:

    Hat dies auf Nekos Geschichtenkörbchen rebloggt und kommentierte:
    Jetzt heissts einfach dran bleiben 🐾🐱

  2. … durchpusten … und es noch mal probieren.
    Am meisten haben mir die Romane gebracht, die nicht locker-flockig über die Bühne gingen. Das waren übrigens auch die Romane, die ich nach der Hälfte oder spätestens dreiviertel der anvisierten Seitenzahl am liebsten gelöscht hätte. (Und die verkaufen sich seltsamerweise am besten. Als ob die Leser Blut-Schweiß-Tränen gerochen hätten.)
    Never surrender! Sie schaffen das!!! 🙂

    • kaiglaeser sagt:

      Danke. Ich werde es weiter versuchen. Vielleicht habe ich ja noch ein paar Super-Schreibtage und wenn nicht, dann eben nicht.

      Das ist interessant. Ich hätte eher vermutet, dass Geschichten, bei denen man sich quält, schlechter ankommen. Aber vermutlich ist das mal wieder die Sache mit dem eigenen Eindruck und dem vom Rest der Welt. Leser mögen Blut-Schweiß-Tränen. Nun musste ich wirklich grinsen. Dafür ein weiteres „Danke“. 🙂

      • wiesenirja sagt:

        Man beschäftigt sich mehr mit B-S-T-Romanen. Man schmeißt mehr allzu locker Dahergekommenes weg. Darum werden solche Texte vermutlich auch besser, wenn sie überhaupt je „nach draußen“ kommen.

      • kaiglaeser sagt:

        Hm ja, da könnte tatsächlich etwas dran sein. Also vor allem an dem Beschäftigen mit dem Text – obwohl man es auch damit übertreiben kann. 🙂

      • wiesenirja sagt:

        Übertreiben? – Ja, in der Tat. Wenn der Text aber nur noch Qual wird, ist das vielleicht ein Zeichen, dass man ihn (einstweilen oder dauerhaft) beiseite legen sollte.

      • kaiglaeser sagt:

        Zum Beispiel. Und manchmal werden Texte halt auch schlechter, wenn man zu viel damit macht. Das sollte man immer abwägen.

    • wiesenirja sagt:

      Ja, man kann Texte auch über-überarbeiten.

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