Geliebter Dschinn von Juliane Schneeweiß, Waldhardt Verlag

Warum ich es gelesen habe:

Das Buch zu lesen konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, wo ich doch schon so lange darauf gewartet habe, dass endlich etwas aus dem Waldhardt Verlag erscheint. (Den Blog verfolge ich schon länger und auch auf Facebook lese ich regelmäßig, ist schließlich alles ziemlich spannend mit einer Verlagsneugründung.) Eigentlich hatte ich es vorbestellt, dann erschien es früher, wurde aber nicht geliefert. Lange habe ich nicht warten können, habe dann einfach die Vorbestellung bei Amazon rückgängig gemacht und es dann neu gekauft – schon konnte es losgehen.

Aber nun zum Buch:

Umschlaggestaltung: Juliane Schneeweiss (www.juliane-schneeweiss.de) Bildmaterial © Depositphotos.com  (C) Juliane Schneeweiss

Das Cover:

Das Bild finde ich einfach nur schööööööööön. Ja, da muss ich so viele Ös haben, eines reicht einfach nicht. Zu schön. 😉
Spätestens, als ich das gesehen habe, war mir klar, dass ich das Buch haben muss – und ziemlich enttäuscht, weil es (zumindest bisher) nur ein Ebook gibt. Gekauft habe ich es dennoch – dafür ist es ja auch nicht so teuer. Das Cover ist sogar von Juliane Schneeweiss selbst, was ich besonders klasse finde.

Die Beschreibung besagt:

Die siebzehnjährige Silvana hat es tatsächlich geschafft, den Geburtstag ihrer besten Freundin zu vergessen. Da Aylin nicht nur zu den beliebtesten, sondern auch zu den anspruchsvollsten Mädchen der Schule gehört, muss sie sich etwas einfallen lassen, um ihren Fehler wiedergutzumachen und ihre Freundschaft nicht zu gefährden. Deshalb sucht Silvana auf dem Flohmarkt nach etwas ganz Besonderem. An einem orientalischen Stand wird sie schließlich fündig und glaubt, mit einer einzigartigen silbernen Teekanne, das perfekte Geschenk gefunden zu haben. Doch schon auf dem Nachhauseweg merkt sie, dass damit etwas nicht stimmt. Die Geräusche aus dem Inneren und das ständige Wackeln können doch keine Einbildung sein. Oder doch? Zu Hause will sie der Sache auf den Grund gehen. Doch beim Versuch, die Kanne zu säubern, weckt sie das Wesen, das in ihr geschlafen hatte. Der furchteinflößende – und noch dazu gutaussehende – Dschinn stellt sich als ihr Diener vor und erklärt ihr, dass sie drei Wünsche frei hat. Mit der Situation vollkommen überfordert, lässt Silvana den hübschen Zorkham in ihr Leben und ahnt nicht, dass er seine eigenen Ziele verfolgt (…)

Meine Gedanken dazu:

Das Buch ist leicht zu lesen, nicht so kompliziert aufgebaut. Dadurch kann man gut mal ein paar Seiten lesen, wenn man zwischendurch Zeit hat und später dann weiterlesen. Ich habe nur ein paar Tage gebraucht und bin damit vermutlich langsam. Wer rechnen kann merkt, dass ich eine Weile gebraucht habe, um etwas darüber zu schreiben, ich lasse es lieber erst etwas sacken und denke noch ein wenig darüber nach.

Die Geschichte fand ich ziemlich süß und ein Dschinn ist mal etwas Anderes. Ich dachte, dass ich voraussehen könnte, was passiert – aber am Ende war es dann doch etwas anders.

Das Ende kam für meinen Geschmack etwas zu abrupt.Es ging zu lang in eine Richtung und so kurz vor Ende wurde die Handlung „umstrukturiert.“ Prinzipiell ist das in Ordnung, meiner Meinung nach sollte man dafür allerdings etwas mehr „Raum“ einplanen bzw. schlicht mehr Seiten dafür nehmen.

Fazit:

Auch wenn „Geliebter Dschinn“ nicht mein Lieblingsbuch ist, so denke ich doch, dass ich es nochmal lesen werde. Wenn es irgendwann doch noch gedruckt erscheint, kann ich mir sogar vorstellen, dass ich es noch einmal kaufe.

Wer Werwölfe, Vampire und Elfen leid ist, könnte es mit einem Dschinn versuchen. 🙂

Gedankenwirrwar durch kostenlose Kindle-Ebooks

Ich habe vorhin mal bei den Kindle-Ebooks gestöbert. Da gibt es eine Gratis-Bestseller-Liste. Ich bin sie mal durchgegangen, habe mir auch ein paar davon geholt. Mal sehen, ob sie was taugen. Was mir aber nun durch den Kopf geht:

Was veranlasst Autoren ihre Bücher für 0 !! Euro einzustellen? Wenn es nur kurze Geschichten unter 100 Seiten sind, manchmal gar nur um die 20, dann verstehe ich es ja noch. Dann ist es vielleicht eine Art „Werbemaßname“ oder „Arbeitsprobe“. Gerade dann, wenn es Teil einer Reihe ist.

Das ist aber nicht immer so. Da waren auch Bücher, die über 200, 300 oder 400 Seiten haben. Warum verschenkt man die? Zwei oder drei dieser Art waren von Verlagen, ich nehme mal an, dass die eines oder zwei ihrer Bücher auswählen, sie gratis einstellen und hoffen, dass Leser sich dann auch für andere Bücher interessieren. Also wieder Werbung.

Ich weiß, dass manchmal auch Bücher, die neu erscheinen, für wenige Tage kostenlos angeboten werden. Erhofft man sich damit einen hohen Amazonrang? Gute Bewertungen? Dass das Buch gefällt, sich herumspricht und danach dann jemand dafür zahlt? Vermutlich.

Was aber ist mit denen, die längere oder lange Bücher kostenlos einstellen – und das „für immer“? Die nicht einmal andere Bücher haben, für die sie auf diese Weise Leser anlocken wollen? Was versprechen diese Menschen sich davon? Wo liegt dort der Sinn?

Wenn man nur möchte, dass jemand lesen kann, was man so schreibt, dann gäbe es doch auch Blogs, Foren, Homepages usw. – warum dann die Mühen auf sich nehmen ein Ebook zu erstellen?

Ich bin verwirrt. Mir ist das zu hoch.

Informationskoller

Ich lese zuviel – eindeutig! Märchen, Geschichte, Ballettromane, Kochrezepte, Kram über osteuropäische Länder… Langsam kann ich kaum noch über etwas Anderes nachdenken. Selbst zu wirren Träumen führt das schon (ist ja auch eine sehr seltsame Kombination und ich lese all das echt durcheinander, je nach Laune). Leider zu keinen, die sich zu Geschichten schreiben ließen! (Und dummerweise auch nicht so etwas Lustiges, wie polnische Würste und osteuropäisches Gebäck, die mit roter Beete um die Wette über historische Bauten tanzen – das wäre ja zu herrlich!)

Ich lerne ja wirklich gern etwas dazu, Wissen gibt es ja eigentlich nie zu viel und man kann es ja auch immer gebrauchen (zumindest irgendwann) – aber kann das vielleicht doch irgendwie Überhand nehmen? Eventuell sollte ich mir mal darüber Gedanken machen. Aber andererseits kann das ja auch wunderbar von Schmerzen ablenken!

Als sei das nicht genug, hat sich zu einem der Themen dem ein komischer Charakter in meinem Kopf festgesetzt, den ich irgendwie mag und der auch recht amüsant und irgendwie niedlich ist. Ein ziemlicher Nerd, der sich für Geschichte interessiert – besonders zu einem speziellen Thema. Aber was soll ich bloß mit dem anfangen, wenn ich nur den habe und sonst nichts? Immer diese Eigenwilligkeit von potentiellem „Schreibgut“… außerdem sind vorher noch Dinge dran, in die er wahrlich nicht hineinpasst.

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Jetzt bräuchte man Käfig und Maulkorb. Aber das täte mir auch wieder leid. Denn eigentlich ist er dafür viel zu nett (und irgendwie auch zu traurig/arm dran). Hmpf. Das kann ich ihm doch nicht antun!

Auf den Geschmack gekommen

Ein Nachteil des Schreibens ist manches Mal wohl, dass man sich mit Themen beschäftigt, auf die man vorher nie gekommen wäre. Natürlich ist das an sich kein Nachteil, sondern etwas gutes – aaaber:

Ich habe mich zum Beispiel viel mit Märchen, insbesondere rumänischen, und (ebenfalls rumänischer) Kocherei beschäftigt. Finde ich sehr interessant. Ersteres, weil Märchen ohnehin toll sind, sie aber teilweise ganz anders sind, als jene, die man bei uns kennt. Das Kochen hat auch einen Vorteil: Wenn man so viele Allergien hatwie ich, dann ist man froh, wenn man neue Ideen findet. Leider klappt das bisher nicht so gut, meist ist eben doch etwas dabei, das nicht geht. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich noch etwas finden werde, das man nachkochen kann.

Nun aber zum Nachteil: Ich bin auf den Geschmack gekommen. Ich musste unbedingt Märchenbücher, Kochbücher und, ganz im Sinne meiner studentischen Interessen, natürlich etwas über kulturelle Aspekte haben. Selbstverständlich nicht nur rumänisch. Nein. Besonders präsent ist auch Polen, andere „Karpatenländer“ sind zu einem kleineren Teil vertreten. Allerdings haben die Märchen auch teilweise andere Themengebiete und sind in einigen Fällen nicht nach Ländern geordnet. In solchen Fällen lobt man sich dann doch echt Gebrauchthändler, vor allem größere, die in den Weiten des Internets herumschwirren und sich sehr kleine Preise leisten können. Denn so ist noch erträglich, was anderenfalls wohl teuer wäre.

Mit Recherche hat das schon nicht mehr viel zu tun. Wohl eher mit neuen Leidenschaften oder alten, die neue Austriebe bekommen. Eine Frage bleibt: Wann soll ich das nur alles lesen?!

(Vermutlich mache ich es mir leicht: Ein Teil wird fürs Erste ausgelagert – veledalantia liest bei Märchen sicher gerne mit. :D)

Hehe. Hehehe. Hehehehehe. (Übersetzung: Freude)

Frau Stadelmann war wieder einmal beachtlich schnell – Einsendeschluss war am 30.11. und gestern Abend/Nacht war dann schon die Gewinnermail zu „Freakshow“ da. 🙂

Das allein ist ja schon ein Grund zur Freude – aaaber da gibt es noch drei weitere!

Erik Huyoff ist auch wieder dabei – das ist dann schon die dritte Anthologie, in der wir beide zu finden sind (und die zweite im Wunderwaldverlag). 🙂

Nadine Böttcher darf sich über ihre erste Veröffentlichung freuen. 🙂

Bianca Stark, ebenfalls eine befreundete Autorin, ist auch noch dabei, auch darauf hatte ich gehofft. 🙂

Das nenne ich doch mal vorzeitige Weihnachtsfreude 😀

Ich durfte mich gerade noch ein weiteres Mal freuen und füge nun deshalb nachträglich hinzu:

Sabine Kohlert ist auch dabei! (Und das, wo ich ihre Geschichte bei den Kirchenburgen so mochte!)

Das wird bestimmt eine tolle Anthologie! 😀

Erinnerungen wecken: „Hinter verzauberten Fenstern“

Letzte Woche habe ich in einem kleinen Laden ein Hörbuch gesehen, das mich einfach nicht loslässt. Ich habe anhand des Covers sofort erkannt, zu welcher Geschichte es gehört. Oh, was habe ich sie früher geliebt! Wieder mal eines dieser total zerlesenen Bücher. Ich habe es irgendwann einmal geschenkt bekommen, natürlich vor oder zu Weihnachten. „Hinter verzauberten Fenstern“ von Cornelia Funke.

Ich erinnere mich nicht mehr wirklich an den Inhalt. Nur daran, wie ich mich gefühlt habe, wenn ich dieses Buch in der Hand hielt. Vom Inhalt weiß ich nur noch, dass ein Mädchen enttäuscht ist, als sie einen Adventskalender bekommt, der gar keine Schokolade enthält. Nur Bilder. Dann merkt sie, dass es ein ganz besonderer Kalender ist – und will ihn nicht mehr eintauschen, 😉

Seit die Erinnerung daran wachgerufen ist, lässt es mich nicht mehr los. Also überlege ich in der Tat, ob ich es mir kaufen soll. Vorher sollte ich aber dringend die Kisten mit den alten Büchern durchwühlen und schauen, ob es sich nicht doch noch irgendwo versteckt…

Auch wenn das eigentlich ein Buch für Kinder ist… Ich will es unbedingt wieder lesen – und kann es nur empfehlen.

Gedankliches Sammelsurium

Momentan geht alles so schnell, dass ich gar nicht weiß, ob ich gedanklich noch mitkomme. Das ist zwar nicht schlimm, muss nun aber dennoch mal in einem Post verarbeitet werden. 😉

Es ist noch gar nicht lang her, dass Schwanengesang erschienen ist. Vor noch kürzerer Zeit habe ich die Belegexemplare bekommen. Das war ja schon tierisch aufregend und toll!

Nun sind es nur noch zwei Tage, bis auch Liebe zwischen Welten erscheint, mal ganz davon abgesehen, dass dann Halloween/Samhain ist!

Heute kam dann eine weitere Mail. Schließlich warte ich ja auch noch auf „Weihnachten im Potte“. Es geht voran und auch da steigt die Aufregung.

Nie habe ich etwas eingeschickt, immer still und heimlich vor mich hin geschrieben, nur selten etwas gezeigt – und auch nur guten Freunden. War seit Jahren in einem Schreibforum unterwegs und habe vor kaum mehr als einem Jahr dann passend zum NaNoWriMo eine Sykpegruppe gefunden, die sich dort gebildet hat. Bin dann in ein zweites Forum. Mir wurde Mut gemacht, ich habe ein paar Geschichten eingeschickt – und nun diese ganzen Ereignisse… Ein bisschen wirft mich das ja schon um, allein, dass ich den Mut hatte bei Ausschreibungen mitzumachen.

In wenigen Tagen ist wieder NaNoWriMo – und natürlich werde ich wieder mitmachen. Aber diesmal werde ich nichts Langes schreiben, sondern kürzere Sachen. Geschichten, die ich ohnehin schreiben will, nicht irgendetwas. Und nicht so hektisch, so gehetzt. Lieber in aller Ruhe, mit Füller und Tintenfass (zumindest zu einem großen Teil, ich schließe nicht aus, dass ich auch etwas tippe) bewaffnet.

Letztes Jahr dachte ich noch es ginge darum möglichst viel in kurzer Zeit zu schreiben – und vielleicht tut es das manchmal auch. Aber irgendwie hat sich meine Meinung da ein wenig verschoben. Ich möchte lieber langsamer schreiben – und mehr Freude daran haben, selbst wenn ich dann weniger schaffe. 😀

Passend dazu gibt es bald eine kleine Schreibtour auf meinem Blog, vielleicht sogar zwei. Ihr dürft gespannt sein, getestet wurden schon mehrere – sie sollten also funktionieren. Bisher habe ich mich aber nur bei einer der Touren entschieden sie hier zu teilen. Vielleicht gefällt oder hilft sie ja jemandem. 🙂

Wer nicht weiß, was eine Schreibtour ist, wird es bald erfahren. 😀