Gemischte Gefühle

Ein wenig Traurigkeit überkommt mich noch immer, wenn ich sehe, wie aufgeregt alle wegen der Leipziger Buchmesse sind. Es gibt mir das Gefühl, dass jeder hinfahren kann, der möchte – nur ich nicht. Wirklich schade.

Natürlich ist mir klar, dass eigentlich nicht jeder hinfährt – aber man nimmt Dinge ja gern etwas subjektiver wahr. Trotzdem ändert es nichts daran, dass ich auch gern ein wenig Vorfreude hätte. Dort ist es bestimmt toll – und ich werde es verpassen. (Bleibt zu hoffen, dass ich mich über schöne Fotos freuen kann und die ein gutes Bild von dem vermitteln können, was mir entgeht. Natürlich ist auch das nicht leicht – aber besser als nichts.)

Warum nun aber gemischte Gefühle? Ganz einfach: Ich habe einen entscheidenden Vorteil gefunden. Während andere auf der Buchmesse herumlaufen, kann ich in aller Ruhe schreiben. Ich bin mir sicher, dass es einen Haufen Musen gibt, die in dieser Zeit arbeitslos sind – mal sehen ob ich mir nicht ein paar davon „ausleihen“ kann. 😀

Für mich gibt es also statt Messewoche Word und Excel – na gut, vielleicht macht das ja auch Spaß. (Und wehe, wenn nicht! Dann werden ein paar phantastische Musen in einem dunklen Kerker versauern, jawohl! Den erschaffe ich zur Sicherheit schon einmal in meinem Kopf – und wenn mir nichts Anderes einfallen will, dann schreibe ich eben diese gemeine Geschichte. Huahahaha!)

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Aus der Traum vom Reisen!

Okay, der Titel ist vielleicht ein wenig überdramatisiert, aber schlimm finde ich es schon. Ich werde nicht zur Leipziger Buchmesse fahren können. Meine Lösungsmöglichkeiten sind dahin. Ich hatte ja gebeten, dass jemand aus der Familie mit mir hinfährt, aber daraus wird nichts. Zusätzlich zu allem anderen Stress kommt nun jemand aus der Familie mit hoher Wahrscheinlichkeit Ende Februar oder Anfang März ins Krankenhaus. Das ist dann natürlich wichtiger als die Fahrt zur Buchmesse.

Wenn man dann noch bedenkt, dass pro Fahrtstrecke etwa 4 bis 4,5 Stunden anfallen (und das ohne Stau!), ist logisch, dass es der falsche Zeitpunkt ist. Selbst wenn man dann nur 2 Stunden auf der Messe bliebe (was für mich schnell laufen bedeutet, das ja kaum möglich ist und wenn bereut wird), ist man 10 Stunden oder mehr unterwegs. Von den Kosten für so ein oberkurzes Vergnügen mal abgesehen.

Bleibt wohl nur die Hoffnung, dass sich meine gesundheitlichen Probleme bis zum Herbst nicht verschlechtern und ich wieder nach Frankfurt fahren kann. Auch wenn das trotzdem bedeutet, dass ich den Wunderwaldverlagsstand und Frau Stadelmann verpasse 😦

(Beim Verlag ohneohren ist es nicht ganz so schlimm, den Stand konnte ich ja bei der BuCon schon besuchen.)

Bleibt zu hoffen, dass das mit den Fotos klappt und man zumindest sieht, was man verpasst. 😉

Sehnsucht nach Action

Nein, ich habe nicht vor neue Genres zu erkunden. Zumindest aktuell nicht.

Die Frankfurter Buchmesse war total aufregend und spannend, ein wunderbarer Ausgleich zum Alltag. Da gab es viel zu sehen und es war wirklich interessant.

Nun schreibt Frau Stadelmann immer wieder von der Planung der Leipziger Buchmesse. Auch vom Verlag ohneohren wird es einen Stand geben. Auch noch beide in Halle 2. Das klingt ja an sich ideal – und dennoch wird es mir wahrscheinlich nicht möglich sein vorbeizuschauen.

Die Frankfurter Messe hatte wirklich einen tollen Service, gerade mit dem Ausleihen von Mobility Scootern, ohne die wäre mir das Erkunden des Geländes niemals gelungen. Eine einzige Halle wäre zu einer unlösbaren Herausforderung geworden, von mehreren brauchen wir gar nicht reden…

Diesen Service gibt es in Leipzig leider nicht. Lediglich Rollstühle, die für einzelne Veranstaltungen ausgeliehen werden können (und die mich auch nicht weiterbringen, ich will ja gar nicht zu Veranstaltungen und auch nicht, dass mich jemand durch die Gegend schieben muss….) Selbst besitze ich auch kein so tolles Gefährt. Doch selbst wenn ich eines hätte – es bis nach Leipzig zu bekommen ist alles andere als einfach und auch das würde scheitern.

Es war einiges in der Überlegung. Ich wollte mir einen Scooter leihen, in einem Sanitätshaus oder so. Fazit: In einer mir unbekannten Stadt viel zu umständlich, zumal ich ja dann nicht nur zur Messe sondern vorher und hinterher auch noch ins Sanitätshaus müsste. Bei etwa 4 Stunden Fahrt ist das schwierig. Und in Leipzig übernachten ist zu teuer und auch zu umständlich wegen der vielfältigen Lebensmittelallergien.

Ich habe darüber nachgedacht, ob ich mir einen Rollator kralle, der ohnehin in einem Keller steht. Ist aber auch nicht wirklich praktikabel – auch der müsste ja bis nach Leipzig kommen und außerdem ist es keiner, auf dem ich zwischendurch sitzen könnte. Okay, es wäre vermutlich noch immer eine bessere Stütze als ein Paar Stöcke, aber dennoch – ich kann nicht weit laufen und vor allem nicht lang stehen. Somit auch eher schwierig. Vielleicht besser als ohne, aber nur praktikabel, falls es auf dem Weg zur Halle Sitzplätze gibt – und daran zweifle ich irgendwie.

Bereits angesprochene Stöcke habe ich ohnehin dabei, wenn ich irgendwo hin will, wo anzunehmen ist, dass ich mehr laufen muss als nur beim Einkaufen (was ja manchmal auch schon zur Herausforderung werden kann…) aber ob ich damit eine Messe oder zumindest eine Messehalle erkunden könnte? Ich weiß es nicht. Mit Schmerztabletten eventuell schon – aber ich würde es tagelang bereuen und ein paar Tage jammernd im Bett liegen. Solche Aktionen wirken nämlich nach, wie ich schon mehrfach schmerzlich feststellen musste. Da ich stur bin und zwischendurch zu ungeduldig werde, ist mir das dennoch bekannt. Und im Bereich des Möglichen, wenn ich mich weiterhin nicht damit abfinden will die Messe nicht zu besuchen.

Falls jemand von der Familie mit mir hinfahren würde, wäre der Parkplatz allerdings recht weit von Halle 2 entfernt. Die Taxis kommen näher heran – aber ob man so einfach ein Taxi bekommen würde? Mal davon ab, dass die ja auch wieder zusätzlich Geld kosten. Auch irgendwie blöd. So aus Prinzip schon. Mehr als die Lauferei innerhalb der Halle könnte also die Strecke bis zur Halle zu Problemen führen.

Außerdem bietet die Herdecker Buchhandlung eine Fahrt zur Messe an, wie sich der Zeitung entnehmen ließ. Eine tolle Sache, finde ich. Aber wenn ich in der Gruppe hinreise, gibt es auch Probleme: Ich müsste beim Laufen mit der Gruppe mithalten. Ob ich mich dann wirklich auf die beiden Verlagsstände konzentrieren könnte, weiß ich auch nicht. Selbst wenn man sich dort aufteilt, müsste ich zu bestimmten Zeiten irgendwo sein und dafür kann ich schwer garantieren, wenn mir die Strecken zu lang sind. Außerdem handelt es sich, wenn ich das richtig in Erinnerung habe, um eine zweitägige Fahrt – was also wieder Übernachtung und vor allem Essen einschließen würde – man denke an oben erwähnte Allergien… Und das Problem mit dem Laufen wäre dadurch ja auch nicht gelöst 😉

Dennoch ist das wirklich toll! Und für manche Menschen sicher eine tolle Sache. Zur Frankfurter Buchmesse gab es auch ein solches Angebot, die lassen sich da echt was einfallen 🙂

Plus, Minus, irgendwas über Tausend

Es ist wirklich interessant, wie sehr meine Besucherzahlen nach der Buchmesse wieder gesunken sind. Ein wenig frage ich mich schon, warum sie zu der Zeit überhaupt so hoch waren. Lag es an der Messe? An den erwähnten Autoren? An den Berichten darüber, wie es sich anfühlt im Scooter über die Messe zu fahren? Daran, dass ich jeden Tag einen langen Beitrag geschrieben habe?

Es gibt so viele Möglichkeiten, so viele Faktoren – und vermutlich werde ich nie erfahren, was der Auslöser war. Vielleicht ja auch alles zugleich. Ich habe übrigens über 1000 Aufrufe nun. Das ist einiges! Ich hätte nie gedacht, dass mein kleiner, bescheidener Blog so häufig gelesen würde. Es ist schön, wenn man merkt, dass man doch nicht nur für sich selbst schreibt 🙂

Auf jeden Fall wird es noch einen weiteren Beitrag zur Buchmesse geben, sobald ich meine Gedanken sortiert habe. Mal sehen, ob ich formulieren kann, wie ich es im Nachhinein sehe – und ein paar Bilder schulde ich euch ja auch noch 🙂

Ich fühl‘ mich so im Weg – Frankfurter Buchmesse Tag 4

Ich dachte ja, dass die Fachbesuchertage stressig seien… Nun korrigiere ich mich: Verglichen mit dem heutigen Tag sind die Fachbesuchertage reinste Entspannung! Es war… einfach nur voll heute. Immer wieder kam ich nicht weiter. Nur wenige haben Rücksicht genommen.
Ihr glaubt gar nicht, wie viele böse Blicke oder leise Flüche ich heute abbekommen habe, weil ich Leuten im Weg war. Jawohl, ich war ihnen im Weg! Sie kamen aus allen Richtungen. Kaum ließ mich jemand vorbei, kamen hinter mir oder an einer der Seiten Leute vorgeschossen, die schnell vorsprangen und die Lücke nutzten – damit ich auch ja nicht weiterkam. Was wage ich es auch ihnen im Weg zu stehen/fahren?
Ich bin eigentlich sehr ruhig, aber irgendwann habe ich auch mal geflucht und gemeckert. Da drehten sich dann auch ein paar Leute um und halfen mir. Kurz darauf kam dann ein Mann, ich glaube ein Mitarbeiter der Messe, der mich fragte, wo ich den hinwolle. Verzweifelt wie ich dank des Menschenknäuels war, lautete die Antwort: „Egal, nur aus dieser Menge raus!“ Mein Wunsch wurde mir erfüllt, die Menschen zur Seite dirigiert. Leider auch Erik, aber der kam dann doch noch mit.
Bei der Signierstunde zu Gaby Hauptmann war man am Piperstand total nett, hat mir den Weg frei gemacht und meine Bücher sogar etwas früher signiert. Wirklich super! Später bei der Fantasysignierstunde wurde auch ein wenig zur Seite geschoben, damit ich durchkam. Wolfgang Hohlbein und Thomas Finn haben mir da Bücher signiert. Man konnte sie am Stand kaufen, juhu! Ich hatte es vorher nämlich vergessen. Bei Finn es zu kaufen und bei Hohlbein es mitzubringen 😉

Ansonsten merke ich inzwischen echt sehr, wie schlimm die langen Fahrten hin und zurück sind. Heute haben wir die Buchmesse früher verlassen und sind noch zur Bucon – siehe Beitrag dazu 😉

5000:1 – Frankfurter Buchmesse Tag 3

Es war ein langer und aufregender Tag! Wieder war ich mit Erik Huyoff unterwegs, was den Tag wesentlich einfacher für mich gestaltete – mal abgesehen davon, dass es zu zweit auch mehr Spaß macht 🙂 Heute standen zwei Lesungen auf dem Plan und vier Signierstunden.

Zunächst war Andreas Eschbach an der Reihe, der in einer Lesung sein neues Buch „Der Jesus-Deal“ vorstellte. Anschließend gab es noch einige Fragen zum Schreiben, zu seiner Homepage und so weiter. Dabei ging es auch darum, ob er denn religiös sei. Dabei kam er darauf, dass es ca. 5000 Götter in der Geschichte der Menschheit gab – und die Chance sich den richtigen auszusuchen somit 5000:1 steht. Das hat mir gefallen, blieb mir im Sinn, deshalb steht es in der Überschrift 😉

Signiert hat er auch noch, das neue Buch aber auch alte – hätte ich das geahnt, wäre „Ausgebrannt“ mitgekommen, aber das ist nun nicht zu ändern – nächstes Jahr weiß ich Bescheid. Denn bisher hat jeder Autor auch ältere Werke signiert. (Ein Mann hatte heute 6 oder 7 Werke von ihm dabei.)

Danach war Markus Heitz an der Reihe. Zumindest für mich, Erik war einen Teil der Zeit auf „Politikerjagd“, ich vermute mal, dass das in seinem Bericht noch auftaucht 😉 Ich muss sagen, dass Markus Heitz einfach nur total cool ist! Ich fand den Mann wirklich genial. Total locker drauf, amüsant und ausgefragt wurde er von einem Germanistikprofessor, der auch echt super war. Habe viel gelacht und er hat am Ende nicht nur mein „Exkarnation“-Buch signiert, sondern auch noch mein aktuelles Notizbuch, ich habe einfach mal gefragt, weil er meinte er signiert alles 🙂 Also doppelte Freude!

Zwischendurch habe ich mir noch Autogramme und ein signiertes Buch von Gesa Schwartz geholt. Die war auch wirklich nett! Hat allerdings weder gelesen, noch einem Moderator gegenüber gesessen, sondern schlicht an einem Tisch signiert – dafür war es dort weniger voll – und eine tolle Disneytasche habe ich an dem Stand auch noch ergattert 🙂

Zum Schluss habe ich mir von Ralph Ruthe noch „Cartoons auf Hessisch“ signieren lassen – was bei ihm bedeutet, dass man eine Zeichnung bekommt. Dafür habe ich einen Fisch gewählt 🙂 Und in mein Notizbuch hat er mit einen Baum gezeichnet, fand ich total lieb! Ein Foto mit ihm durfte Erik auch noch von mir machen 🙂 Da war ich dann richtig happy, ich liebe seine Cartoons einfach total! 🙂

Ansonsten habe ich wieder ein paar Leute beinahe über den Haufen gefahren. Ein netter älterer Mann riet mir zu „einfach druff da!“, als er mitbekam, dass man mich dauernd nicht durchließ. Da musste ich auch lachen, sowas nettes. 🙂 Bin heute mehrfach kürzere Strecken mit Stöcken gegangen, weil es anders nicht wirklich ging. Ich wollte den einen oder anderen Stand eben auch mal genauer betrachten, bei den Signierstunden wäre es anders auch schlecht gewesen und ins Lesezelt kam ich mit dem Scooter auch nicht (da war zwar eine Rampe, war aber ’ne sehr enge Kiste und mir zu stressig).Wir haben einen großen Schlumpf entdeckt, den ich auch total klasse fand. Und im ARD-Forum habe ich an einem Rad gedreht und musste dann Fragen zu Jahrgängen beantworten. Hatte 1914, 1940 und 1945 – und habe alle Fragen korrekt beantwortet. Gab dann eine Stofftasche, einen Block usw., bin stolz auf mich 😀

Ein Üblicher Verdächtiger meldet sich zum Dienst – Frankfurter Buchmesse Tag 1

Heute habe ich mich mit Erik Huyoff auf der Frankfurter Buchmesse getroffen. Es war spannend, aufregend – und ziemlich chaotisch. In drei Hallen habe ich einiges gesehen. Außerdem Ken Follett in einer Lesung erlebt – und mir von ihm ein Buch signieren lassen. Feine Sache! War außerdem ziemlich amüsant. Ich saß auf einem Scooter, Erik stand neben mir, wir waren somit ein wenig außerhalb. Irgendwie scharrte sich Security um uns. Dann machte Erik einen Satz nach vorn. Ken Follett hat ihn gestreift. Kann auch nicht jeder von sich behaupten, dass er einem Bestsellerautoren im Weg stand 😉 War jedenfalls ein sehr sympatischer Mann 🙂

Ansonsten mache ich es mal ganz kurz. Heute habe ich viele Dinge bekommen. Einen Haufen Kataloge, Zeitsschriften und Prospekte. Außerdem:

46 Leseproben

9 Karten, nicht verschickbar

16 Postkarten

9 Buttons

1 Notizblock

1 Bierdeckel

1 Bleistift

1 Armband

1 Schlüsselband

1 Jojo

1 blaues Stoffmännchen, dem man ein Gesicht aufstempeln durfte

9 einfache Lesezeichen

2 lange Lesezeichen

1 Lesezeichen mit Band

2 kleine,edle Lesezeichen in einem Geschenkkartönchen

1 Filmplakat

4 Hörproben

6 schöne Taschen

Ein paar tiefgründigere Worte noch zum Schluss: Wisst ihr, wie schwierig es sein kann, wenn man keinen Fahrstuhl findet und an Ausgängen Treppen sind? Wie blöd es ist, wenn Leute im Weg stehen, man nicht durchkommt und sie zum Teil noch böse gucken, weil sie jemanden vorbeilassen müssen? Wie gut, dass es noch nette Leute gibt. Viele haben Platz gemacht, geholfen, gelächelt und Türen aufgehalten. Besonderer Dank geht an Erik 😉

Die Bucon am Samstag muss ich zu Fuß/mit Stöcken schaffen, das wird nicht leicht, auch wenn ich gegebenenfalls nur einen Teil anschaue. Aber wo ein Wille ist….

Nachtrag: Das mit dem Hochladen des Bildes möchte nicht klappen. Bilder kommen später dann, versprochen, habt ihr auch länger was von der Messe 😉