Film – Der Pianist

Ich weiß nicht, warum ich ihn überhaupt geschaut habe, ich kannte ihn ja schon und wusste, was auf mich zukommt – aber gut. Es ist ein fürchterlich beklemmendes Gefühl sich in die Situation eines jüdischen Musikers hineinzuversetzen, der im Polen des zweiten Weltkrieges (über-)lebte.

Er hatte es wahrlich nicht leicht, doch es gab auch Menschen die ihm halfen – mal mehr und mal weniger gut. Dennoch zeigt es auch, was immer wieder problematisch war: Kein Mensch ist nur gut oder nur böse. Manche tun viel Gutes und dann etwas Schlechtes, bei anderen ist es wieder umgekehrt – doch das danach zu bewerten ist immer schwierig.

Das Thema mag für viele heutzutage „ausgelutscht“ sein, dabei ist es noch Zeitgeschichte. So vieles, das viel länger her ist, wurde noch viel häufiger behandelt. Ich lese und schaue jedenfalls vieles, das sich mit der NS-Zeit beschäftigt und finde es wichtig, will verstehen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Doch bisher kann ich das nicht oder nicht gut genug.

Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht oder ob auch andere den Film so heftig erlebt haben – aber mich hat er nachdenklich gemacht und ziemlich mitgenommen. Vor allem das Klammern an der Gurkendose geht mir so schnell nicht aus dem Kopf…

Den Pianisten gab es übrigens wirklich. Sein Name war „Władysław Szpilman“ und er starb im Jahr 2000 im Alter von 88 Jahren. Der Film beruht auf seiner Autobiographie.

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