Entchentour – Teil 1

Ich hatte ja bereits versprochen, dass ich mindestens eine Schreibtour einstellen werde. Ich habe mich erst einmal für meine Entchentour entschieden. Die Zeichnung stammt natürlich auch von mir, Füller in der Hand beim Nachdenken führt zu Kritzeleien. 😉

Für alle, die keine Schreibtouren kennen hier noch eine Erklärung:

Bei jedem Absatz gibt es eine kleine Aufgabe. Wenn Minuten angegeben sind, bedeutet es, dass man genau diese Zeit mit Schreiben verbringt. Sind andere Dinge angegeben, steht dort eine Zahl und in Klammern steht dann „Wörter“. Ist also recht simpel – und vielleicht mal etwas Anderes als nur stur vor sich hin zu schreiben.

Und los geht’s:

Du bist Teil eines Comics. Als kleines, kuscheliges Küken durchstreifst du eine Welt, die gezeichneter nicht sein könnte. Bei manchen Details nimmst du deinem Erschaffer einiges übel, aber du kannst nichts ändern, solang er sich deiner nicht erbarmt. Dennoch ereiferst du dich 10 Minuten lang über das, was dir nicht gefällt.

Der Zeichner hat deine Bitten nicht erhört. Er hat einfach nur gelacht – und tut es noch immer. Für ganze 5 Minuten.

Du gibst auf und wendest dich ab. Du denkst 8 Minuten lang darüber nach, was ein kleines Küken wie du so anstellen könnte.

Ein Feld voller bunter Wiesenblumen hat es geschafft deine Aufmerksamkeit an sich zu reißen. So schnell du kannst, läufst du 250 kleine Watschelschritte (Wörter) zum Ziel.

Du befindest dich in einem Meer aus Farben. Rot, Grün, Blau, Violett, Rosa, Gelb, Orange – die Farben vermischen sich, entwickeln sich zu Neuem, während du umher rennst. Erst nach 12 Minuten bist du den Farbflash leid.

All die Blüten locken dich und du merkst, dass du großen Hunger hast. Du gehst von einer Blüte zur anderen und kannst dich nicht entscheiden, welche du essen möchtest. Schließlich knabberst du an einer eine hellgelben Blume. 5 Minuten brauchst du, um sie aufzufuttern.

Als nur noch der Stiel der Blume steht, fällt dir auf, dass es ein großer Fehler war, etwas an der Landschaft zu verändern. Anscheinend ist der Zeichner gerade in der Pause. Oder im Urlaub. Oder tot. Auf jeden Fall reagiert er nicht. Der Blumenstiel entwickelt sich zu einem Problem: Dunkle Tusche tritt aus und beginnt langsam die schöne, bunte Wiese zu überschwemmen. All die wunderbaren Farben versinken in Dunkelheit. 5 Minuten lang rufst du nach dem Zeichner, während du langsam zurückweichst.

Morgen geht es dann weiter. 🙂

NaNo-Zwischenbericht Teil 1: Lila bringt’s!

Zwei Tage des NaNoWriMo liegen hinter mir und ich habe bereits einen ersten Erfolg zu vermelden: Die Erstfassung meiner Kurzgeschichte ist fertig. Ich habe 21 Notizbuchseiten geschrieben, mit Füller und Tinte – dieses Mal war Lila die Farbe der Wahl. Ob ich damit die richtige Zeichenzahl zurechtgeschreibselt habe, wird sich erst beim Abtippen zeigen.

Auch an zwei anderen Geschichten habe ich schon geschrieben, allerdings auf dem Computer. Ich mische tatsächlich, je nach Laune – allerdings wird jede Geschichte entweder getippt oder mit Füller geschrieben, innerhalb dessen wird nicht gemischt. Aber man hat ja schließlich nicht nur eine Idee. 😀

Mein Count steht bei 3801 Wörtern, für zwei Tage ist das vollkommen ausreichend – ich erwähnte ja bereits, dass ich mich nicht mehr so hetzen werde. Wichtiger ist, dass es funktioniert und bisher ist das, was ich schreibe okay. Die Kurzgeschichte verlief auf dem Papier allerdings etwas anders, als in meinem Kopf – mal sehen, wie es am Ende sein wird. 🙂

Nun muss ich mich nur für eine neue Füllergeschichte entscheiden, hoffentlich schaffe ich es dieses Mal schneller – ansonsten muss ich es auslosen oder einfach schreiben, ohne zu wissen, was ich schreiben will 😀

Gedankliches Sammelsurium

Momentan geht alles so schnell, dass ich gar nicht weiß, ob ich gedanklich noch mitkomme. Das ist zwar nicht schlimm, muss nun aber dennoch mal in einem Post verarbeitet werden. 😉

Es ist noch gar nicht lang her, dass Schwanengesang erschienen ist. Vor noch kürzerer Zeit habe ich die Belegexemplare bekommen. Das war ja schon tierisch aufregend und toll!

Nun sind es nur noch zwei Tage, bis auch Liebe zwischen Welten erscheint, mal ganz davon abgesehen, dass dann Halloween/Samhain ist!

Heute kam dann eine weitere Mail. Schließlich warte ich ja auch noch auf „Weihnachten im Potte“. Es geht voran und auch da steigt die Aufregung.

Nie habe ich etwas eingeschickt, immer still und heimlich vor mich hin geschrieben, nur selten etwas gezeigt – und auch nur guten Freunden. War seit Jahren in einem Schreibforum unterwegs und habe vor kaum mehr als einem Jahr dann passend zum NaNoWriMo eine Sykpegruppe gefunden, die sich dort gebildet hat. Bin dann in ein zweites Forum. Mir wurde Mut gemacht, ich habe ein paar Geschichten eingeschickt – und nun diese ganzen Ereignisse… Ein bisschen wirft mich das ja schon um, allein, dass ich den Mut hatte bei Ausschreibungen mitzumachen.

In wenigen Tagen ist wieder NaNoWriMo – und natürlich werde ich wieder mitmachen. Aber diesmal werde ich nichts Langes schreiben, sondern kürzere Sachen. Geschichten, die ich ohnehin schreiben will, nicht irgendetwas. Und nicht so hektisch, so gehetzt. Lieber in aller Ruhe, mit Füller und Tintenfass (zumindest zu einem großen Teil, ich schließe nicht aus, dass ich auch etwas tippe) bewaffnet.

Letztes Jahr dachte ich noch es ginge darum möglichst viel in kurzer Zeit zu schreiben – und vielleicht tut es das manchmal auch. Aber irgendwie hat sich meine Meinung da ein wenig verschoben. Ich möchte lieber langsamer schreiben – und mehr Freude daran haben, selbst wenn ich dann weniger schaffe. 😀

Passend dazu gibt es bald eine kleine Schreibtour auf meinem Blog, vielleicht sogar zwei. Ihr dürft gespannt sein, getestet wurden schon mehrere – sie sollten also funktionieren. Bisher habe ich mich aber nur bei einer der Touren entschieden sie hier zu teilen. Vielleicht gefällt oder hilft sie ja jemandem. 🙂

Wer nicht weiß, was eine Schreibtour ist, wird es bald erfahren. 😀

Schlecht skizziert – oder: Das hat man nun davon…

Okay, ich gebe es zu. Ich habe nicht skizziert. Ich habe einfach nur vor mich hin gekritzelt. Ich hatte so Lust darauf etwas mit Füller zu schreiben. Aber ich wusste noch immer nicht was. Also habe ich die Feder auf das vollgekleckste Blatt Papier von gestern gesetzt – und das kam dabei raus. Das hat man nun davon, wenn man zuviel zum Thema Tanz liest und/oder schreibt. 😉

Ich bezweifele ja, dass es jemanden gibt, der sich in dieser Form bewegen kann. Also prinzipiell gibt es ähnliche Posen, aber dank meiner Strichführung ist man sich nicht ganz sicher, von welchem Blickwinkel man nun auf den Tanzschemen schaut.

Will heißen: Eigentlich sollte man es richtig machen. Oder gar nicht. Nur ich mache natürlich wieder Mist. 😀

Tinterisierung – Schritt 1

Nach der ganzen Ermunterung steht der Entschluss: Ich muss auch weiterhin etwas mit Tinte schreiben. Die beiden laufenden Ideen sind aber keine Option. Aktuell habe ich noch drei weitere Ideen. Eine davon will keinesfalls aus der Tinte entstehen – verbleiben zwei.

Nun kommt der schwierige Part zu entscheiden, welche tinterisiert wird – oder zumindest, mit welcher ich beginne.
Alte Dame oder Halbdämon? Schwierige Entscheidung. Natürlich könnte ich auch einfach mit irgendetwas beginnen und gucken, wohin es mich führt, aber dann hätte ich am Ende nur weitere Ideen.

Epidemisch Erzwungen werde ich nicht fortführen. Keine Ahnung ob ich es jemals werde, oder ob es so, wie es ist, schon fertig ist. Aber ich brauche eine Pause von dem Thema und muss überdenken, was ich da fabriziert habe. Abgesehen davon passt es einfach nicht zum Material.

Dieses Mal sind es nämlich keine Hefte sondern ein Notizbuch mit Ringen an der Seite, wie ihr auf dem Foto sehen könnt. Nicht sehr seuchen- oder zwanghaft. 😉 Ich werde abermals den Konverter-Füller nutzen, aber das Tintenfass hat Pause. Nun werde ich violette Tinte zum Schreiben benutzen – ich liebe diese Farbe. 😀

Zum Duell gehört es dieses Mal übrigens nicht – das hat Pause und wird irgendwann (beiderseits) mit roter Tinte in die nächste Runde gehen.

Das Duell – Vorletzter Stand „Epidemisch Erzwungen“

Ich habe gestern Heft 4 vollgekritzelt. Ja, inzwischen kritzel ich doch wirklich sehr. Aber es ist viel, meine Hand ist ein wenig genervt, wenn ich schreibe (es gibt Tage an denen ich nicht schreibe und welche, an denen ich 10 Seiten oder so schaffe) und dann passiert das eben. Ca. 16 Seiten habe ich noch vor mir, dann bin ich fertig. Also mit dem Schreiben. Das Ganze will ja auch noch abgetippt werden – das ist definitiv ein Nachteil, obwohl man zeitgleich schon ein wenig überarbeiten kann. Abtippen ist aber erst erlaubt, wenn ich komplett fertig bin, das habe ich mir geschworen.

Dass ich überhaupt mal sagen kann, wie viele Seiten etwas noch braucht, grenzt an ein Wunder. Ich plotte ja nicht. Und doch habe ich diese handschriftliche Geschichte wesentlich stärker strukturiert. Ein Kapitel hat immer 4 Seiten. Gut, mal sind es 3 1/2 ein andermal 5 und ein oder zweil Mal sind es 6 geworden. Die Perspektiven wechseln, es gibt eine große Gruppe, da muss man zumindest darauf achten, dass von den wichtigen Personen nicht jemand nur zwei Mal kurz auftaucht. Dazu die Listen mit dem, was passiert ist. Eine Liste mit den Regeln der Gruppe und so weiter. Und das führt dazu, dass ich weiß: vier Kapitel. Wenn es gut läuft drei. Wenn noch irgendwas dazwischenkommt vielleicht fünf. Aber dann ist Schluss.

Die Frage, die sich mit stellte war: wie geht es dann weiter? Ganz einfach. Ich werde Erik Huyoff weiternerven. Und dann wird es auch weiterhin ein Duell geben – ich muss mir nur überlegen, was als nächstes von Hand geschrieben wird. Alles jedenfalls nicht, so komme ich ja doch kaum voran und manchmal nervt es mich. Aber eine Sache auf dem Computer und eine per Hand – das ist schon ganz cool. Mir gefällt dieses „altertümliche“ Schreibinstrument inzwischen echt gut 🙂

Ich muss aber sagen: Ich habe schon großen Respekt vor den Autoren, die früher von Hand schreiben mussten, weil es ja nichts Anderes gab. Mit Füller und Tintenfass, vielleicht sogar mit Feder. Es ist anstrengender – aber irgendwie verbindet es auch mehr mit dem, was eigentlich geschieht. Es hat manchmal beinahe meditative Züge. Ich schweife ab. Ich sollte schreiben – ich will doch im Idealfall heute noch fertig werden. Ziemlich illusorisch, ich weiß. Aber nicht unmöglich. Und sonst… Ist morgen auch noch ein Tag 😉

Das Duell – Zahlenspiele auf dem neusten Stand

Es ist ja mal wieder eine ganze Weile her, dass ich mich mit meinem Zahlengelaber zu Wort gemeldet habe, aber nun ist es wieder soweit. Dieses Mal wird die Liste übrigens ganz schön lang.

14.9.: 692 Wörter

19.9.: 314 Wörter

20.9.: 233 Wörter

21.9.: 850 Wörter

22.9.: 78 Wörter (mager, mager…)

23.9.: 388 Wörter

24.9. 613 Wörter

25.09.: 942 Wörter

Das macht also einen aktuellen Zähler von 20.539 Wörtern. Das ist mal eine Menge – und ungefähr zwei Drittel der geplanten Länge. Kann also sein, dass ich nicht einmal 5 Hefte fülle. Bin ja mal gespannt. Habe mir einen groben Plan gemacht, wer in welchem Kapitel noch drankommen muss, mal schauen, ob das reicht.

Aufgearbeitet ist jedenfalls alles, inklusive fehlendem Kapitel. Ich habe mir nun außerdem einen Plan gemacht, was ich wann schaffen will. Mein Ziel waren gestern 10 Tage (also inklusive heute) – ob ich das schaffe? Mal sehen. Wenn nicht, ist es ja auch kein Weltuntergang. Schneller zu sein wäre allerdings eine feine Sache.

Nur eines bereitet mir Sorgen: Der Herr Huyoff kommt nicht mehr hinterher. Daher ausnahmsweise mal eine direkte Ansprache: Streng dich an. Sonst habe ich fünf Geschichten fertig, wenn du die erste abschließt. ;P