Kulturenrundreise – per Kochtopf

Nein, das ist keine neue TV-Show, für die ein riesiger Topf mit Rädern gebaut wird. Aber ich habe ja vor kurzem erwähnt, dass ich der Meinung bin, dass besonders „deutsch“ orientierte Menschen, die etwas gegen Migranten haben, doch auch beim Essen konsequent sein sollten. Ich habe nicht vor, das jetzt auszuweiten – im Gegenteil!

Wenn man nicht verreisen kann oder möchte, ist kochen doch eine wunderbare Art, andere Kulturen kennenzulernen – oder sich klarzumachen, dass man sie vielleicht besser kennt, als einem bewusst ist. 🙂

Passend dazu, habe ich einen Link gefunden, in dem es einen kurzen Abriss zur Küche einiger Länger gibt (inklusive mancher Rezepte). (Da öffnet sich dann ein PDF, nicht wundern.)

Wie ich dazu kam: Ich wollte herausfinden, ob der russische Hackfleischtopf wirklich etwas mit Russland zu tun hat, oder nur so heißt. Ich habe nichts darüber gefunden, dass dem nicht so wäre, also halte ich ihn einfach mal für russisch oder zumindest für an Russland angelehnt. (Meine eigene Variante werde ich auch noch posten.)

Warum das Ganze eigentlich? Naja, zum Einen gibt es da ja weiterhin die Ausschreibung vom Wunderwaldverlag (bis 31.3. kann man noch mitmachen) und zum Anderen muss ich dank meiner Allergien ja ab und an mal nach neuen Alternativen suchen oder mich an Rezepte erinnern, die ich seit Längerem vergessen habe.

Mal sehen, welche Länder mir in nächster Zeit so in Topf, Pfanne, Backofen, etc. kommen – ich will es auf jeden Fall etwas bewusster wahrnehmen.

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Ist es nicht traurig…

…dass immer wieder auf irgendwelche Missstände hingewiesen werden muss? Versteht mich nicht falsch: Ich finde es gut, dass das getan wird. Was mich stört ist, dass das überhaupt nötig ist. Warum gibt es so Viele, die sich einen Dreck darum scheren? Warum verstehen immer wieder Leute nicht, was falsch läuft?

Seien es Behinderte, Homo- und Bisexuelle sowie Transgender, Migranten, andere Kulturen, unterschiedliche Ernährungsgewohnheiten – oder was sonst noch. Warum gibt es immer wieder Streiterein, warum muss immer wieder neu aufgeklärt oder erklärt werden? Gibt es so wenig Menschen, die (mit-)denken? Ist Intoleranz so „in“?

Eigentlich sollte es egal sein, ob jemand gesund ist oder nicht – kann ja keiner was für.

Es sollte nicht interessieren wen jemand liebt oder nicht liebt – das ist doch nun wirklich eine persönliche Sache, die niemanden sonst interessieren sollte! Jeder sollte so leben dürfen, wie er/sie/es das möchte.

Besonders Religionen sind da kein Argument. Die wurden nicht von Göttern sondern von Menschen geschaffen – mögen es auch die Götter sein, um die sich alles dreht. Im Wesentlichen geht es auch bei Religion immer um Liebe und Verständnis – dagegen verstoßen bloß alle, wenn sie gegen andere Religionen oder Lebensweisen wettern. Schließlich hat niemand die Weisheit mit Löffeln gefressen! Und die einzig wahre Wahrheit – die kennt auch niemand. Vielleicht gibt es irgendwo eine göttliche Macht, die alle Religionen erschaffen hat und sich nun ins Fäustchen lacht, weil so viele darauf reinfallen und denken es sei etwas völlig Anderes. Ich empfehle dazu auch die Ringparabel bzw. „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing – auch wenn da nur 3 große Religionen eine Erwähnung finden, schließlich gibt es noch wesentlich mehr. Aber das Prinzip hinter den Gedanken ist wirklich gut.

Warum müssen Geschlechtergrenzen so wichtig und klar sein? Ist doch total unwichtig. Je nach Kultur, Zeit usw. unterscheiden sich die Ansichten dazu sowieso. Was hier und heute als männlich oder weiblich gilt, das war/ist an anderen Orten und zu anderen Zeiten unwichtig oder das Gegenteil. Und auch das ist etwas, das niemanden sonst angeht. Nur weil jemand nicht in das Weltbild passt, das einzelne sich bilden, ist es falsch, wenn sie sich nicht so fühlen können oder wollen, wie die Norm es verlangt? Ja nee, is klaa.

Migranten, Ausländer, andere Kulturen – wurstegal! Es ist doch nicht wichtig woher jemand kommt und wieso er da nicht mehr lebt. Egal ob es schlimme Umstände gab oder einfach die Sehnsucht nach etwas Neuem da war – die Leute haben sich entschieden nun woanders zu leben. Kann man das nicht einfach akzeptieren? Und statt daran rumzumäkeln etwas dazulernen? Überall auf der Welt gibt es wertvolles Wissen und Interessantes zu entdecken. Wer das nicht erkennt und nur seine eigene Kultur und Abstammung im Kopf hat (und dabei solche Ereignisse wie Völkerwanderungen ignoriert), der tut mir leid! Und wer der Meinung ist andere Kulturen und Länder zu verdammen, der soll doch bitte alles, vor allem die Ernährung, nur auf sein Land beschränken – und mal gucken, was über Jahrhunderte hinweg denn so an „Nahrungsmigration“ stattgefunden hat. Viel hat derjenige dann nicht zu lachen – aber das wäre wenigstens konsequent.

Auch der ewige Streit von Vegetariern, Fleischessern und Veganern ist einfach nur nervig und sinnlos! Es gibt nie die eine einzig wahre Ansicht. Ja, es gibt Tiere die falsch behandelt werden. Ja, Tiere sterben, damit Menschen Fleisch haben. Wer das nicht mit sich vereinbaren kann, der hat ja heutzutage viele Möglichkeiten sich entsprechend zu ernähren. Aber wer für sich entscheidet, dass sein Gewissen Fleischessen zulässt, der sollte die gleichen Freiheiten besitzen. Mit der Meinung mache ich mir sicherlich die wenigsten Freunde – aber darum geht es mir gerade auch nicht. Es regt mich einfach auf, dass immer wieder, egal in welchem Bereich Leute aneinander geraten nur weil sie Ansicht, Art oder Lebensweise Anderer nicht akzeptieren können oder wollen.

Würde man nur ein wenig mehr auf Andere eingehen und achten, dann wären all diese Diskussionen überflüssig. Viele würden sich wesentlich weniger aufregen (müssen). Und es gäbe ein wenig mehr Frieden auf Erden. Den wünscht sich ja angeblich die Mehrheit – kommt mir aber selten so vor…