Es will mal wieder nichts…

… wie es soll. Zwar habe ich in letzter Zeit echt viel geschrieben, im Mai und Juni jeweils an einer Ausschreibung teilgenommen, aber sonst?

Gesundheitlich ist es mal wieder nicht so toll, ich bemühe mich, für das Rumänienprojekt weiterzuschreiben, aber es klappt alles nicht richtig. Eine Idee, die ich vor kurzem noch mochte, kann ich jetzt nicht mehr leiden und habe alles umgeschrieben. Etwas war in einer anderen der Rumäniengeschichten schon vorhanden, das kam mir zu „gedoppelt“ vor. Schön und gut – nur weiß ich jetzt nicht mehr, wie es weitergehen soll. Andere Themen habe ich zwar auch noch, aber dort sind gute Ideen auch noch Mangelware. Dadurch fiel mir aber auch auf, dass es unter Umständen gar nicht so einfach ist, wenn man mehrere Geschichten zu einer Anthologie beisteuern möchte. Auch wenn es eine „Kleinigkeit“ sein mag, störte es mich zu sehr.

Weiter recherchiert habe ich – allerdings nur wenig aufgeschrieben. Keine Sorge, falls ich noch etwas „Gescheites“ notiere, dürft ihr sehen, wie das so aussieht, wenn ich mit Federhalter schreibe. Bisher, naja. Besser nicht, ich habe mittendrin abgebrochen, weil das Thema nicht gut genug war. Und für andere Themen keine handschriftlichen Notizen gemacht.

Vermutlich enthält der Beitrag auch zu wenig Informationen. Egal. Besser als nichts zu schreiben, ist es wohl allemal. 😀

Bleibt zu hoffen, dass ich diesen Punkt überwinde und bald wieder etwas Besseres schreibe. Drückt mir die Daumen 😉

CampNaNoWriMo Tag 5, halbierter Tag 6 + Plan, Zusammenfassung bisheriger Tage

Gestern waren es 343 Wörter, wieder mal viel zu wenig. Die kleine Geschichte, an der ich werkel, nervt mich aber auch total. Sie ist schlicht und einfach Schwachfug! Ja, ihr habt richtig gelesen: Schwachfug! Das ist die Steigerung von Schwachsinn und Unfug, die zusammen einen großen Haufen Mist ergeben!

Durchdrehen könnte ich, wenn ich lese, was ich da verzapft habe. Fraglich ist, ob es mir irgendwas bringt. Egal. Es bleibt mein Notfallplan für Schreibenwollenaberkeineideehabenzeitpunkte.

Dafür habe ich mich gestern abend noch ein Weilchen ins Mittelalter begeben. Uni-Datenbanken durchforstet und sowas. Es ist immer wieder nett, wenn man es so leicht hat, an Informationen zu kommen. Wieder ein paar Dinge dazugelernt, aber eine Idee für eine mittelalterliche Kurzgeschichte fehlt mir noch immer. Egal. Letzten Monat waren es zwei Ausschhreibungen, wenn ich diesen Monat keine hinbekomme, ist es auch okay. Aufgeben werde ich aber erst, wenn die Zeit abgelaufen ist. Vorher nicht.

Gerade habe ich eine neue Beschäftigung gefunden, noch etwas, das die Welt nicht braucht. Ich aber gerade schon. Es soll nicht sehr lang werden, aber mehr als eine normale Kurzgeschichte. Entsprungen aus einem Albtraum, den ich vor zwei Wochen hatte, lässt es mich einfach nicht los. Na gut, schreiben wir es halt auf und machen eine Geschichte daraus, warum nicht. Besser als der andere Schwachfug wird’s schon sein.

Immerhin hat mir das heute schon 532 Wörter eingebracht. Das ist doch schon was, wenn man bedenkt, dass wir erst 13 Uhr haben. Dann wird heute vermutlich doch ein erfolgreicherer Tag, vielleicht kann ich ja ein wenig aufholen.

Fassen wir doch mal zusammen, was beim Camp bisher so ablief in meiner Statistik (zur Erinnerung nochmal: es sind 30.000 Wörter für den April geplant, also 1000 am Tag. Recherche, Überarbeitung usw usw. zählt ja nicht):

Tag 1: 0 Wörter = 0 Prozent – 1000 Wörter sollte ich haben, bin also 1000 Wörter im Rückstand

Tag 2: 178 Wörter = 0,59 Prozent – 2000 Wörter sollte ich haben, bin also 1822 Wörter im Rückstand

Tag 3: 1883 Wörter = 6,28 Prozent – 3000 Wörter sollte ich haben, bin also 1117 Wörter im Rückstand

Tag 4: 2303 Wörter = 7,68 Prozent – 4000 Wörter sollte ich haben, bin also 1697 Wörter im Rückstand

Tag 5: 2646 Wörter = 8,82 Prozent – 5000 Wörter sollte ich haben, bin also 2354 Wörter im Rückstand

Tag 6: 3178 Wörter = 10,59 Prozent – 6000 Wörter sollte ich haben, bin also 2822 Wörter im Rückstand

Wie man sieht: Ich sollte dringend mehr schreiben. 😀

Vom Suchen und Nichtfinden

Das, was ich suche zu finden, wäre schön. Klappt nur leider mal wieder nicht. Da will man etwas wissen und sucht und sucht und sucht und sucht, hat das Gefühl sich durch tausende von Seiten zu wühlen (egal ob Papier oder Internet) und was passiert? Nix! Manchmal frage ich mich, ob ich nur zu blöd bin, oder ob es das, was ich suche nicht gibt. Vielleicht habe ich auch nur zu höhe Ansprüche. Oder die falschen Prioritäten. Vielleicht sind es vollkommen unwichtige Dinge. Aber ich kann es einfach nicht leiden, wenn ich etwas nicht weiß – oder es das, was ich gern hätte, nicht gibt. Wenn mein Plan nicht aufgeht – oder ich auch nur denke, dass er das nicht tut, weil ich keine Anhaltspunkte dafür finde, wie realistisch etwas ist.

Wenn jemand verstanden hat, was ich meine, dann Hut ab! Ich finde das nämlich gerade ziemlich wirr. Aber wirr fühle ich mich auch. Buchstaben tanzen vor mir hin und her, in meinem Kopf drehen sich Wörter in Wirbeln umher. Und ich hab es einfach satt. Warum suche ich überhaupt? Warum will ich finden? Warum lasse ich es nicht einfach sein? Ja, wenn ich das wüsste….

Vielleicht ist mein Ehrgeiz einfach zu groß? Vielleicht will ich keine Alternative suchen? Vielleicht will ich einfach, dass es so ist, wie ich es gern hätte? Vielleicht bin ich aber auch einfach nur stur und lasse wieder den Widder raushängen, auch wenn ich eigentlich kein großer Fan von Sternzeichentheorien bin. Der Dickkopf passt in der Tat zu mir. Ich bin zwar häufig unsicher und unentschlossen, aber wenn ich mich dann entschließe etwas zu tun, dann ziehe ich es auch durch, irgendwie. Komme, was da wolle. Egal wie groß die Kopfschmerzen am Ende sind.

Ich suche dann mal weiter…. 😉

Informationskoller

Ich lese zuviel – eindeutig! Märchen, Geschichte, Ballettromane, Kochrezepte, Kram über osteuropäische Länder… Langsam kann ich kaum noch über etwas Anderes nachdenken. Selbst zu wirren Träumen führt das schon (ist ja auch eine sehr seltsame Kombination und ich lese all das echt durcheinander, je nach Laune). Leider zu keinen, die sich zu Geschichten schreiben ließen! (Und dummerweise auch nicht so etwas Lustiges, wie polnische Würste und osteuropäisches Gebäck, die mit roter Beete um die Wette über historische Bauten tanzen – das wäre ja zu herrlich!)

Ich lerne ja wirklich gern etwas dazu, Wissen gibt es ja eigentlich nie zu viel und man kann es ja auch immer gebrauchen (zumindest irgendwann) – aber kann das vielleicht doch irgendwie Überhand nehmen? Eventuell sollte ich mir mal darüber Gedanken machen. Aber andererseits kann das ja auch wunderbar von Schmerzen ablenken!

Als sei das nicht genug, hat sich zu einem der Themen dem ein komischer Charakter in meinem Kopf festgesetzt, den ich irgendwie mag und der auch recht amüsant und irgendwie niedlich ist. Ein ziemlicher Nerd, der sich für Geschichte interessiert – besonders zu einem speziellen Thema. Aber was soll ich bloß mit dem anfangen, wenn ich nur den habe und sonst nichts? Immer diese Eigenwilligkeit von potentiellem „Schreibgut“… außerdem sind vorher noch Dinge dran, in die er wahrlich nicht hineinpasst.

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Jetzt bräuchte man Käfig und Maulkorb. Aber das täte mir auch wieder leid. Denn eigentlich ist er dafür viel zu nett (und irgendwie auch zu traurig/arm dran). Hmpf. Das kann ich ihm doch nicht antun!

Steigende Verwirrung dank Recherche

Man sollte ja meinen, dass Recherchen helfen. Dass man auf diese Art Unklarheiten beseitigen kann – und die Verwirrung besiegt.

Ist nur leider nicht so. Zumindest nicht bei mir. Jedenfalls dieses Mal.

Je mehr ich über die Zeit, über die Umstände lese, desto unsicherer werde ich. Das, was meinem Kopf entsprungen ist, das, was meine Phantasie aus dem Wissen gemacht hat und das, was ich geschrieben habe, trägt zu dieser Verwirrung bei.

Die Geschichte als solches ist für sich recht stimmig. Einzelne Elemente davon sind historisch durchaus im Bereich des Möglichen. Was ich nicht herausfinde, ist, ob es eine solche Situation, eine solche Zusammensetzung diverser Umstände wirklich gegeben hat. Es könnte sie gegeben haben. Auch den direkten Handlungsort habe ich nicht aus dem Geschichtsbuch. Dennoch könnte es solche Räumlichkeiten gegeben haben. Aber reicht das?

Ich bin mir unsicher, weil ich nicht weiß, wie viel Freiheit man sich nehmen sollte, wenn man etwas schreibt, das in der Vergangenheit stattfindet.

Sollte man sich ein einzelnes Ereignis herauspicken und eine fiktive Figur in die Situation werfen? Sollte man sich einfach nur in die Zeit hineinversetzen, so gut das eben geht, und dann überlegen, wie sich die Menschen damals gefühlt haben? Sollte man aus den Dingen, die man weiß, aus Ereignissen, die es gab, neue Ereignisse erschaffen, die es vermutlich genau so nicht gegeben hat?

Ich überlege immer wieder, was davon in Geschichten der Fall war, die ich gelesen habe und ich glaube, dass das jeder Autor anders handhabt.

Um es mal zu sagen, wie es ist: Die Quellenlage ist doch recht bescheiden. Ich habe einiges hinzugelernt, aber nicht genau das, was ich brauche. Kleine Teile fehlen stets – manchmal lese ich gar, dass manches unklar ist – ist das nicht „schön“?

Erlaubt mir das nun die Lücken zu füllen, wie es mir beliebt? Schließlich ist jede Geschichte zu einem Teil fiktiv – ob sie nun in der „echten“ Welt spielt oder nicht.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es solche Menschen gegeben hat. Auch, dass sie auf diese Art mit dem Leben, der Situation, ihrer Zeit umgegangen sind. Und auch die Konsequenzen dessen könnten so ausgesehen haben. Ob allerdings tatsächlich jemand dieses Risiko eingegangen ist, bleibt unklar. Bisher habe ich keinen Beweis dafür gefunden.

Man kann also sagen: Es passt in den historischen Zusammenhang, auch wenn Charaktere, Gebäude und Ereignis fiktiv sind. Vermutlich reicht das. Aber der historisch denkende Teil von mir will lieber knallharte Fakten, die er geschickt einarbeiten kann. So ein Mist. Ob ich einen Kompromiss finden werde?

Ziemlich verzettelt: Man kann’s auch übertreiben!

Da ja von Neko nun schon mehrfach etwas zur neuen Ausschreibung des Wunderwaldverlages gebloggt wurde und Frau Stadelmann regelmäßig mit Inspirationen um sich wirft, sowie heute etwas zum Thema Recherche schrieb, erzähle ich euch jetzt, was man da falsch machen kann. 😉

Ich hatte mehrere Ideen für die Kurzgeschichtenausschreibung, die erste (fiel mir zu spät auf) passt zeitlich nicht zum Thema „Moderner Tanz“, diese „Richtung“ entstand nämlich erst ab 1900, während die Geschichte im 19. Jahrhundert spielt – klingt auf den ersten Blick zwar ähnlich, ist aber daneben. Die zweite Idee scheiterte schon nach einer Notizbuchseite – viel zu „abgespaced“! Zuende schreiben werde ich zwar beide, aber das hat Zeit. Ist ja nicht so, als schriebe ich nicht auch noch an längeren Dingen. Nun ja… Idee Nummer 3 gefällt mir wirklich gut und verhindert so (zumindest vorerst), dass weitere Ideen aufgeschrieben werden, die sind einfach nicht so interessant/ausgereift/wasauchimmer.

Da ich keinen Fehler/keine Dummheiten machen wollte, musste ich natürlich ein paar Dinge nachlesen, beziehungsweise hatte ein paar kleine Fragen…

Soviel zur Einleitung. Nun also der Grund, warum man sich auch „zu Tode recherchieren“ kann:

Ich wollte nur ein paar Kleinigkeiten wissen und habe also ein wenig „gegooglet“, aber wie das so ist, kam ich von Hölzken auf Stöcksken und fand schlichtweg kein Ende. Das Ergebnis dessen könnt ihr auf dem Foto bewundern, ich habe einfach mal alles auf einen Schreibtischstuhl gestapelt und bitte zu beachten, dass das Papier doppelseitig bedruckt wurde. Ziemlich erschlagend, oder?

Die Ausschreibung läuft bis zum 30.11. und die Geschichte soll maximal 12.000 Zeichen haben. Was tue ich? Ich hole mir gefühlte 12.000 Seiten Recherchematerial – und das wo ich nur ein wenig über verbotene Tänze und ihre Verfolgung wissen wollte…

Für die Bücher bin ich in die Universitätsbibliothek gefahren – und auch da kam mehr dabei heraus, als erwünscht war. Auch wenn manches nur peripher oder gar nicht mit der Geschichte zu tun hat. Es handelt sich um ein Werk über Ausdruckstanz (wenn ich mich nicht irre vor allem geschichtlich orientiert), drei rein geschichtliche und eines über Stilistik. Das letzte hat zugegebenermaßen nichts mit der Geschichte zu tun, war aber eben interessant und auch für mein Studium nicht ungeeignet. Das über Ausdruckstanz ist sicherlich sinnvoll, aber viel umfangreicher, als von mir benötigt. Bei den anderen Werken weiß ich nicht, ob ich sie brauche – das wird man sehen, zumal ich in eine einzige Geschichte nicht alles einarbeiten kann, vielleicht schreibe ich eine zweite,einfach nur um der Idee willen und lasse dann im Zweifelsfall jemanden mit mir darüber diskutieren, welche der beiden ich den nun teilnehmen lasse.
Auch das Gedruckte beinhaltet wesentlich mehr, als eigentlich erforderlich wäre. Es reicht von Persönlichkeiten der gewählten Zeit über Theorien zum Tanz bis hin zu eigentlich allem, was man sich denken kann – zugegebenermaßen auch ein paar Informationen von Wikipedia, das zwar kritisch sein kann, aber manchmal für einen Überblick sehr dienlich ist, auch wenn man sich dort ziemlich verzetteln kann…

Wie ich hier bewiesen habe jedoch nicht nur dort, sondern auch in anderen Teilen des Internets und einer Unibibliothek 😉