Geschichtswissen für Zwischendurch – Zufallsfund Wehrkirche Reken

Den Beitrag habe ich schon vor zwei Wochen geschrieben, aber verwahrt, weil ich genug anderes zu erzählen hatte. Heute könnt ihr ihn aber doch noch lesen 😉

Da stöbert man herum, um euch keinen Mist über Wehrkichen und ähnliches zu erzählen und statt der Informationen, die man sucht, findet man dann die einzelnen Kirchen.

Warum also gerade diese Kirche? Reken liegt im Münsterland, im Kreis Borken, nicht weit von Dülmen, das sind einfach Ortsbezeichnungen die ich kenne. Das ist etwas mehr als eine Stunde entfernt – und somit das naheliegendste, was mir bisher begegnet ist. Außerdem ist diese Kirche nicht groß baulich verändert worden und ist nun ein Museum, in dem man allerlei Dinge begutachten kann.

Das sorgt dann insgesamt dafür, dass ich Interesse daran habe, sie irgendwann einmal aufzusuchen – wenn ich eine gute Phase habe und sowas packe 😉 Das reicht mir eigentlich schon als Begründung.

Schade ist, dass viele Dinge in der Geschichte der Kirche nicht so ganz klar ist (aber das ist ja vielerorts so, das ist das Problem der Geschichtswissenschaften: wenn nix da ist, muss man Schlüsse aus dem ziehen, was man kennt).

Mehr Informationen zur Kirche bietet eine Seite des Heimatarchivs/Heimatvereins der Stadt:

http://www.archiv-tagging.de/index.php?id=46

Geschichtswissen für Zwischendurch – Schwerer als gedacht

Ich habe mich nun tatsächlich dazu entschlossen Kirchenburgen in meine kleine Geschichtswissen-Sammlung aufzunehmen. Blöd dabei ist nur, dass es gar nicht immer einfach ist Abgrenzungen zu finden. Sowohl thematisch bei der Recherche – als auch wissenschaftlich bei der Einordnung von Bauwerken. Und ein Ende zu finden mit der Nachleserei.

Mit Kirchenburgen ist es nämlich nicht getan. Man kommt da echt „von Hölzken auf Stöcksken“. Also wird es mal wieder aufwändiger – kenne ich ja schon (zum Beispiel, wenn aus einer Recherche über Papier ein – gescheitertes – Papyrusexperiment wird).

Es gibt zum Beispiel noch:

– Wehrkirchen

– Friedhöfe, die zur Abwehr umgebaut wurden

– Fluchtkirchen (die häufig nicht gut von Wehrkirchen abzugrenzen sind.

 

Außerdem sind viele Gebäude heute nicht mehr in dem Zustand, in dem sie früher waren. Manchmal ist die ganze Kirchenburg weg und eine neue Kirche steht darüber. Teilweise steht nur ein Turm. Mauern oder Garden wurden entfernt. Man hat die ganze Kirche entfernt (zum Beispiel weil man sie nicht mehr benötigte oder weil sie beschäfigt war) Man hat ein wenig „umdekoriert“ – und so weiter und so fort.

Teilweise finde ich das dann sehr schade. Weil man muss das ja mal so sagen: Die waren damals verdammt schlau! Wie genial ist das bitte ein Gebäude umzubauen, sich damit erwehren zu können – und so dem Bau eines wesentlich aufwändigeren (und teureren) neuen Wehrgebäudes zu entgehen?!  Ich fürchte, dass ich mich da sehr für begeistern kann – und demnächst doch noch ein Buch aus der Unibibliothek leihen muss. Da gibt es nämlich ein thematisch passendes. Wissen, wuhu! (Warum sind eigentlich Themen die für das Studium nicht so wichtig sind interessanter als die, die man können muss? Gemein 😉 )

Ich plaudere jetzt mal ein wenig aus dem Nähkästchen. Vor einigen Monaten kannte ich zwar Wehrkichen, aber keine Kirchenburgen und besonders viel Ahnung hatte ich natürlich auch nicht davon. Ich wollte eine Geschichte mit Zombies schreiben. In meiner Heimatstadt. Und habe überlegt, wie das am besten geht. Also sollte die katholische Kirche herhalten, samt Pfarrheim – und einfach die Mauern hübsch aufstocken. Damit wäre bewiesen: Ich bin fast so schlau, wie die Menschen damals, ha! ;P Dass die Geschichte gescheitert ist lag allerdings nicht an der Kirche, Zombies liegen mir wohl einfach nicht besonders. Was soll’s – schließlich ist nicht jede Idee zu gebrauchen – und als Zeitverschwendung sehe ich sowas selten.

 

Zurück zum Thema. Ich krieg das schon irgendwie hin mit den Beiträgen – dann wird es eben nicht nur einer. Auch ein Vorteil, man braucht weniger andere Ideen für den Blog. Hauptsache wieder den Geschichtsfreak raushängen lassen 😉